Zum wiederholten Male saß am Montag eine Jury in den Räumen der VR-Bank Neckar-Enz in Besigheim zusammen, um eine durchaus angenehme Aufgabe zu erfüllen: Sie entschied über die Vergabe derFördergelder im Schulförderprogramm der genossenschaftlichen Bank. Mit jährlich 30 000 Euro unterstützt die Bank Projekte der Schulen und der Schüler aus ihrem Verbreitungsgebiet, die sich dafür bewerben und ihren Wunsch nach Förderung begründen müssen.

Sonderpreis vergeben

Besonders erfolgreich hat das die Kirbachschule in Hohenhaslach getan. Für ihren Mittagstisch, den sie seit vielen Jahren anbietet, bekommt sie nicht nur die gewünschten 1000 Euro, sondern auch noch den Sonderpreis der VR-Bank in gleicher Höhe. Schon im Jahr 2017 war die Schule von der VR-Bank gefördert worden, damals wurde sie finanziell bei der Ausstattung ihres Bewegungs- und Fitnessraums unterstützt. In diesem Jahr möchte sie das Geld für die Anschaffung energiesparender Töpfe und Pfannen und für große Dampfkochtöpfe verwenden. Der Mittagstisch wird ehrenamtlich von Müttern und Verwandten organisiert und arbeitet mit regionalen Anbietern zusammen.

Im vergangenen Jahr war der Sonderpreis der Jury an die Grundschule in Gemmrigheim gegangen, wo die Juniorhelfer AG Materialien für die Erste Hilfe anschaffen konnte. Das Engagement der Schüler, Eltern und Lehrer, die Perspektive eines Projekts über einen längeren Zeitraum hinweg und dessen möglichst informative Beschreibung in der Bewerbung, waren wichtige Kriterien der Jury bei der Vergabe der Finanzmittel. Sie setzt sich zusammen aus Mitgliedern der Bank aus dem gesamten Geschäftsgebiet und Vertretern regionaler Zeitungen, darunter die BZ. Die Jury scheute sich auch nicht, eine Förderung ganz zu verweigern, wenn Sinn und Inhalt eines Schulprojektes rätselhaft blieben oder die Verwendung des Geldes ihr unangemessen erschien.

Geld für gute Ideen

Die VR-Bank hatte sich vor etwa einem Dutzend Jahren entschieden, die Förderung der Schulen auf diese Weise zu bündeln, erläutert Alexander Schmid, bei der Bank zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit. Sie fördert Projekte, die der Schulträger, in der Regel die Stadt oder Gemeinde, nicht bezahlt. „In den Schulen gibt es viele gute Ideen, die sonst nicht umgesetzt werden“, schildert Schmid seine Erfahrungen. Mit der Systematisierung und der Entscheidung der Vergabe, gebündelt zum Jahresende, sei sichergestellt, dass die Förderseumme breit gestreut wird, ohne dass nach dem Gießkannenprinzip verfahren werde. Je größer das Geschäftsgebiet der Bank in den vergangenen Jahren geworden sei, desto mehr Wünsche seien bis dahin das Jahr über „ziellos eingeflattert.“

Nach der Sitzung der Jury können jetzt insgesamt 34 Schulen mit einer Förderung in unterschiedlicher Höhe rechnen, wenn auch nicht immer in der gewünschten Höhe. So erhält beispielsweise die Ganerbenschule in Bönnigheim 1000 Euro für die Anschaffung von Terrarien, in denen Schmetterlinge gezüchtet werden. Die Friedrich-Schelling-Schule in Besigheim bekommt 1200 Euro für die Neugestaltung des Jugendbereiches und die Schule am Steinhaus 1000 Euro für ihre Trommel AG.