Besigheim Zusagen für Zuschüsse fehlen noch

Besigheim / Michael Soltys 31.08.2018

Während in Besigheim der Verein „Itzebitz“ vor kurzem bekannt gegeben hat, dass er im Gebäude der früheren Druckerei Brett fünf Krippen- und zwei Kindergartengruppen errichten will, gehen die Vorbereitungen für den Bau einer neuen Kita in Ottmarsheim weiter. Denn auch dort besteht akuter Bedarf an weiteren Betreuungsplätzen, weshalb sich der Gemeinderat im Januar zu einem Neubau entschlossen hatte.

  Mit der Verabschiedung des Bebauungsplans „Großbottwarer Weg“ in  Ottmarsheim hat der Gemeinderat am Dienstag die rechtlichen Voraussetzungen für den Bau der neuen Kita geschaffen. Direkt neben der Grundschule entsteht ein Gebäude für zwei Gruppen, eine für zehn Kinder unter drei Jahren, eine weitere für 22 Kinder über drei Jahren. Mit dem Neubau gewinnt auch die Grundschule zwei weitere Klassenräume. Kita und Schule sind allerdings räumlich getrennt. Ohne eine veränderte Bebauungsplanung wäre der Neubau  rechtlich nicht möglich, wurde in vorherigen Beratungen des Gemeinderats deutlich.

Der Neubau ist mit knapp 3,9 Millionen Euro kalkuliert. Das erste Ausschreibungspaket in Höhe von rund 1,4 Millionen Euro, das der Gemeinderat am Dienstag vergab, lässt hoffen, dass diese Summe ausreichen wird, machte Architekt Jochen Feyerabend, der mit der Ausschreibung beauftragt worden war, in der Sitzung deutlich. Eine gewisse Unsicherheit besteht jedoch, da weitere Ausschreibungen folgen werden, sagte er.

Verschiebung nicht möglich

Gänzlich unumstritten war die Vergabe im Gemeinderat allerdings nicht. Das lag weniger an der Höhe der Angebote als vielmehr an der fehlenden Zusage von Zuschüssen seitens des Landes. Für den Teil der Kindertagesbetreuung ist eine Förderzusage in der Höhe von 240 000 Euro eingegangen, sagte Kämmerer Klaus Schrempf. Der Bescheid über die Schulbauförderung steht allerdings noch aus, da die zuständige Behörde überlastet gewesen sei. Auch über die Finanzmittel aus dem Ausgleichsstock hat die Stadt noch keine verbindliche Zusage.

Insgesamt war seitens der Stadtverwaltung vor dem Beschluss zum Neubau von Zuschüssen in Höhe von etwa 800 000 Euro die Rede. Verschieben ließ sich der Beschluss zur Vergabe der Arbeiten am Dienstag nicht, wie der Architekt auf Nachfrage aus dem Gremium deutlich machte, da auf diese Weise die Bindungsfrist der Angebote überschritten werde. Die Stadt rechnet allerdings fest damit, dass die Zuschüsse eingehen, auch wenn es an der formalen Zusage noch mangelt, so Bürgermeister Steffen Bühler. „Wir können von einer Förderung ausgehen“, betonte auch Klaus Schrempf. Schließlich erfolgte der Vergabebeschluss einstimmig.

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