Rund 40 Zehntklässler bekamen am Mittwoch im Christoph-Schrempf Gymnasium in Besigheim einen Einblick in zahlreiche MINT-Studiengänge. Damit sind Fächer aus den Gebieten Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik gemeint. Die Chemikerin Sarah Rich und der Umweltschutztechniker Daniel Gugel präsentierten im Rahmen des Berufsorientierungsprogramms „Coaching 4 Future“ technische Zukunftsvisionen. Neben Flugtaxis, Kochrobotern und selbstfahrenden Autos, die noch einen weiten Weg vor sich haben, konnten die Schüler auch bereits existierende Errungenschaften wie organische Solarzellen oder VR-Brillen begutachten. „Den Schülern fehlt oft der Zugang zu MINT-Fächern. Das wollen wir ändern“, betont Gugel das Ziel des Programms.

Filme als Einführung

Kurze Filme führten die Zehntklässler zunächst in die verschiedenen Themenbereiche ein. „Ich bin gespannt und hoffe, dass ich etwas daraus mitnehmen kann.“, sagte Gymnasiast Nico Schlüter mit Blick auf die zahlreichen Exponate. Diskussionen über den Reifen der Zukunft, Mikrochips und das Plastikmüll-Problem lenkten auf die aktuellsten Aspekte der MINT-Berufe. Dank der Einbindung der Klasse durch Fragen und Denkanstöße bleibe der Vortrag für die Jugendlichen interessant, so Rich. Die Präsentationen greifen aktuelle Themen auf, „damit die Schüler auch das Interesse behalten“, berichtet Gugel, der damit vor allem das Thema Umwelt anspricht. Dass die Jugendlichen aus den Themen Mobilität, Umweltschutz, Wohnen, Gesundheit, Lifestyle und Arbeiten gerade die ersten beiden auswählten, um darüber zu diskutieren, zeige das Interesse der neuen Generationen an moderner und klimafreundlicher Technologie.

Selber Coach werden

Als „Coach“ kann jeder anfangen, der in einem MINT-Studiengang einen Abschluss hat und Jugendlichen den Einstieg in das Berufsleben erleichtern will. Auch Rich und Gugel kamen so nach ihrem Studium zu „Coaching 4 Future“ und arbeiten dort nun hauptberuflich. Gerade die Abwechslung in dem Beruf und die Möglichkeit, etwas zu bewirken, ist ein wichtiger Punkt für die Akademiker. „Obwohl es im Labor oft geregelter zugeht, macht mir das Coachen enorm Spaß“, beschreibt Chemikerin Rich ihre Erfahrung bei dem Projekt. „Ich kann es nur empfehlen.“

Info Ein Coachingteam kann kostenlos beantragt werden. Den Interessentest, Material für Lehrkräfte und weitere Informationen gibt es online.

www.coaching4future.de

Ergänzung zur klassischen Berufsorientierung


„Coaching 4 Future“ gibt es bereits seit 2008. Das Programm möchte junge Menschen für MINT-Studiengänge begeistern, um so den Fachkräftenachwuchs in den Berufsfeldern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik  zu gewährleisten. Unterstützt durch die Baden-Württemberg-Stiftung und den Arbeitgeberverband Südwestmetall informiert das kostenlose Programm jährlich rund 35 000 Schüler über die zahlreichen Karrierewege.

Präsentationen wie jetzt am Besigheimer Gymnasium sollen die klassische Berufsorientierung ergänzen. Auch an Werkreal-, Real- und Gemeinschaftsschulen wird das Programm zur Karriereberatung ab der achten Klasse angeboten. Mit dem „Karrierenavigator“ und einem Interessentest ist online eine selbstständige Information möglich. pst