Udo Goebel ist ein erfahrener Wohnmobil-Fahrer. Mit seinem Campmobil hat er schon viele Städte und Regionen in Deutschland bereist. Er zählt zu den Wohnmobil-Besitzern "60 plus", wie er selbst sagt, die das Geld und die Zeit haben, sich mit ihrem Fahrzeug unabhängig zu bewegen. "Das sind Umsatzträger", betont er die Bedeutung dieser Art Touristen.

Seit der Wohnmobil-Stellplatz in Besigheim "Auf dem Kies" neben dem Minigolf-Stellplatz angelegt wurde, ist die Zahl der Besucher ständig gestiegen (wir berichteten). Und dennoch hält Goebel den Platz nicht für optimal. Er sei zu weit weg von der Altstadt. Goebel schlägt stattdessen vor, den Wohnmobil-Stellplatz an die Enz zu verlegen, etwa beim BASF-Gelände direkt gegenüber der Altstadt.

Die Pläne der Stadt für die Umgestaltung des Enzufers haben ihn in dieser Meinung bestärkt. Sollten wirklich Fußgängerbrücken über den Fluss entstehen, wäre die Altstadt in kürzester Zeit erreichbar. Ein solcher Wohnmobil-Platz, mit der Möglichkeit zu Spaziergängen, kurzen Wegen zu den Gaststätten und mit direkter Sicht auf die Fachwerk-Häuser am anderen Enz-Ufer: "Damit würde Besigheim in allen Fachzeitschriften Beachtung finden", ist sich Goebel sicher.

Da wäre allerdings noch die Hochwasserproblematik. Dem Hochwasser können Wohnmobil-Fahrer schnell aus dem Weg gehen. "Alle Stellplätze an der Mosel sind von Hochwasser bedroht", so seine Erfahrung. Sie liegen nur ganz knapp über dem Flussspiegel. Abhalten lasse sich davon niemand.