Neckarfest Wassermusik auf dem Neckar

Der Musikverein hatte für seine Wassermusik ein komplettes Blasorchester auf ein selbstgebautes Floß verfrachtet.
Der Musikverein hatte für seine Wassermusik ein komplettes Blasorchester auf ein selbstgebautes Floß verfrachtet. © Foto: Roland Willeke
Walheim / Roland Willeke 09.07.2018

Vor zwei Jahren bereits ist das traditionelle Walheimer Dorffest auf die Neckarwiese umgezogen, die sich seit der Neuanlage vor wenigen Jahren zur Fest-,­ Erholungs- und Spielwiese der Walheimer gemausert hat. Und wie vor zwei Jahren hatten die veranstaltenden Vereine unverschämtes Glück mit dem Wetter: Es herrschte pralle Sommersonne über dem Festgelände.

Dessen Infrastruktur hatten die Gemeinde und viele ehrenamtlichen Helfer im Vorfeld aufgerüstet. So wurde die Versorgung mit Strom und Wasser verbessert und ein kleiner Teil des Geländes befestigt, so dass dort das gemeinsame Wirtschaftszelt der Walheimer Vereine aufgestellt werden konnte. Wenn gerade mal nicht Neckarfest ist, können künftig neben dem Jugendhaus Dschunke die Autos der Erholungssuchenden und Bootsfahrer auf ordentlichen Parkplätzen abgestellt werden.

Das Fahren auf dem Neckar mit schwimmfähigen Vehikeln jeglicher Art war auch heuer wieder unumstrittener Höhepunkt des Festes. Am Sonntagnachmittag wagten sich Vereine und Einzelpersonen auf und in die Fluten des Neckars, entweder auf selbstgebauten Wasserfahrzeugen oder schwimmend. Zum Teil Wochen lang hatten die Teilnehmer über Plänen für Flöße, Wasserräder und andere schwimmende Fortbewegungsmittel gebrütet.

Zum „Neckartreiben“ wurde am Sonntagnachmittag die Schifffahrt auf dem Neckar für eine Stunde gesperrt. Auf das Wasser wagten sich unter anderen eine aufblasbare Krankenstation des Hauses am Bürgergarten, eine Fahrradkonstruktion der Freunde Frankreichs und ein Bötlein des Café Bricklebrit. Auch die neulich im Kino wiedererstandene Lokomotive Emma aus Lummerland ließ sich mit zwei jungen Seefahrern an Bord den Neckar hinunter treiben.

Den Vogel aber schossen die Musiker des örtlichen Musikvereins ab, die tiefes Blech und große Trommel kurzerhand auf ein Floß verfrachteten und den Zuschauern am Ufer mit dem Bozener Bergsteigermarsch im wahrsten Sinne des Wortes eine Wassermusik boten. Das feuchte Treiben auf dem Neckar wurde von Bürgermeister Albrecht Dautel mit launigen Worten kommentiert.

Schießbude und Theater

Auch außerhalb des Neckartreibens war an den beiden Festtagen viel auf der Neckarwiese geboten. Verteilt auf dem Gelände fanden die Besucher eine Schießbude des Sportschützenvereins, Stände der Walheimer Kindergärten, der Feuerwehr, der Kleintierzüchter und des Handharmonika-Clubs sowie des Krankenpflegevereins und des Kulturspektrums. Beim Jugendhaus Dschunke hatten das „Theaterle“ und die Freunde Frankreichs ihre Stände und Zelte aufgeschlagen. Am Sonntag war vor dem Feuerwehrhaus eine Oldtimer-Ausstellung zu bewundern.

Für die kleinen Festbesucher gab es Spielstraßen mit Geschicklichkeitsspielen und ein Gummientenrennen im Baumbach. Die Erwachsenen konnten sich auf der Boule-Bahn beim Jedermann-Bouleturnier der Freunde Frankreichs messen. Bereichert wurde das Festangebot durch Auftritte der Line-Dancer „Happy Toes“, des Musikvereins und des Handharmonika-Clubs. Der Junge Chor komplettierte das musikalische Angebot.

Abends war die Bühne dann den „Profis“ vorbehalten. Am Samstag unterhielt „DJ Wolle“ das Publikum. Am Sonntagabend sorgte das Acoustic Trio Joachim Kunz für Jazzklänge in der untergehenden Sommersonne.

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