Besigheim Was "KK" alles kann

Spatenstich für den Neubau: Die Karl Köhler GmbH baut eine neues Büro- und Sozialgebäude am Firmensitz in Besigheim.
Spatenstich für den Neubau: Die Karl Köhler GmbH baut eine neues Büro- und Sozialgebäude am Firmensitz in Besigheim. © Foto: Werner Kuhnle
Besigheim / MICHAEL SOLTYS 22.06.2013
Für die Mitarbeiter der Firma Karl Köhler geht die Zeit im Container ihrem Ende entgegen. Gestern Nachmittag war am Firmensitz in Besigheim der Auftakt zum Bau eines neuen Büro- und Sozialgebäudes.

Die Karl Köhler GmbH, in Besigheim kurz "KK" genannt, ist ein Begriff in der Region, wenn es um Industrie- und Gewerbebau geht, aber auch um den Bau von Brücken oder Wohnhäusern. In Löchgau baut sie zur Zeit für die Firma Stickel, in Besigheim verwirklicht sie das neue Kinderhaus und wurde jüngst mit der Sicherung des abgerutschten Hangs beauftragt. In Korb baut sie aktuell für die Firma Klett, in Oppenweiler für die Firma Murrplastik.

Am Freitag gab das Unternehmen, das 110 Mitarbeiter hat, den Startschuss für die Erweiterung seines Stammsitzes in Besigheim. Hier entsteht ein neues Büro- und Sozialgebäude. Damit ist das Ende der blauen Baucontainer eingeläutet, in denen seit 2005 etliche Mitarbeiter des Bauunternehmens untergebracht waren. Im Jahr 2011 war das Provisorium sogar noch einmal erweitert worden. Da sich das Unternehmen neue Geschäftsfelder wie den Schlüsselfertigbau und den Brückenbau erschlossen hat, seien auch neue Mitarbeiter notwendig geworden, machte Karl Köhler in seiner Ansprache zum ersten Spatenstich deutlich. Nach der Fertigstellung der neuen Büros werde auch der alte Klinkerbau umgebaut. Dann sollen auch die gewerblichen Mitarbeiter "zeitgemäße Räume" erhalten, so Karl Köhler.

Das Projekt des neuen Bürogebäudes sei auch mit der Motivation konzipiert worden, "zu zeigen, was wir können", ergänzte Horst Köhler, der vor wenigen Tagen seinen 50. Geburtstag feierte. Das Gebäude mit seiner zeitlosen, zurückhaltenden Architektur sei ein Beispiel dafür, "was wir unter nachhaltigem, energieeffizientem und wirtschaftlichem Bauen verstehen", so Horst Köhler. Auf "Schnickschnack und Effekthascherei" sei verzichtet worden, das Gebäude vereine gute Architektur mit einer "präzisen, qualitätvollen Ausführung". Das zeige sich bereits bei der Materialauswahl, die reduziert und "eng mit der Region verbunden" sei. Das Gebäude besteht aus Sichtbeton, dem Muschelkalkelemente zugesetzt werden. Im Erdgeschoss wird ein Boden aus heimischem Naturstein verwendet. Fenster und Parkett bestehen aus Eiche. Zu den Fluren hin werden Glastrennwände eingebaut, "welche für die gelebte Transparenz im Unternehmen stehen". Zu Kosten äußerte sich Köhler zurückhaltend. Er sprach von einer Summe von mehr als drei Millionen Euro.

Zentrum des Neubaus, in dem künftig auch Seminare, Vorträge und Schulungen abgehalten werden können, ist ein zweigeschossiger Veranstaltungsraum mit Oberlichtern, der als Treffpunkt für alle Mitarbeiter dienen soll. Unter dem Gebäude, das im Anschluss an das Freibadgelände direkt am Neckartalweg errichtet wird, entsteht eine Tiefgarage, "um diese schöne Ecke Besigheims nicht allzu stark mit Autos zuzustellen", machte Horst Köhler deutlich. Beheizt und gekühlt werden die Büros über Erdsonden, die in einem innovativen Verfahren in die Gründung integriert sind.

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