Walheim / ROLAND WILLEKE  Uhr
Der Walheimer Gemeinderat stimmte jetzt der Einführung des Ganztagsbetriebs an der Besigheimer Förderschule zu. Das Konzept der Schule überzeugte.

Aus der Förderschule in Besigheim, der "Schule am Steinhaus", wird das "Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentrum Besigheim". Der neue Titel ist offenbar so frisch, dass selbst Schulleiterin Sabine Müller noch ihre Schwierigkeiten damit hat. Bei der Vorstellung des Ganztagskonzepts der "Schule am Steinhaus" vor dem Walheimer Gemeinderat entschlüpfte ihr noch gelegentlich der alte, jetzt von ihr streng gemiedene Begriff "Förderschule".

Walheim ist - neben den Städten Besigheim und Bönnigheim sowie den Gemeinden Erligheim, Freudental, Gemmrigheim, Hessigheim, Kirchheim, Löchgau und Mundelsheim - Träger der Förderschule. Zu der Schule am Steinhaus hat Walheim eine besonders enge Beziehung,   besuchen doch derzeit elf Schüler der Förderschule im Rahmen der Inklusion die Walheimer Schule am Baumbach  . "Eine sehr, sehr gute Kooperation", sagt Sabine Müller. In Zeiten der Inklusion und eines weitgehenden Wahlrechts der Eltern müsse die Besigheimer Schule ihr sonderpädagogisches Profil schärfen, um für Eltern und Schüler attraktiv zu bleiben.

Die Walheimer Schule ist bereits eine Ganztagsschule. "Eine gleichartige Beschulung in Form eines Ganztagsbetriebs sowohl in den Inklusionsklassen vor Ort als auch in der Schule am Steinhaus erscheint angebracht", erklärte Bürgermeister Albrecht Dautel in einer Vorlage an den Gemeinderat. Im Gremium sah man das genauso und genehmigte einstimmig den Ganztagsbetrieb und die damit verbundenen Kosten. Sie betragen 4500 Euro jährlich für Personal und einmalig 12.000 Euro für den Bau einer Küche. Die Kosten teilen sich die zehn Trägergemeinden im Verhältnis ihrer Einwohnerzahl.

Besonders charmant fand man im Walheimer Gemeinderat, dass nach dem pädagogischen Konzept von Sabine Müller das tägliche Mensaessen an der Schule am Steinhaus von den älteren Schülern selbst zubereitet werden soll. Hierzu richtet die Schule eine Gastro-AG ein. Sie wird damit ihrem Schulprofil gerecht, in dem gesunde Ernährung verankert ist und kann gleichzeitig ihre Schüler auf ein mögliches Berufsfeld vorbereiten.