Besigheim/Walheim Vierteles-Wandern über den Steillagen

Besigheim/Walheim / Uwe Deecke 20.08.2018

Unter dem Motto „Wein-Höhepunkte - Genusswandern im 3B-Land“ hatten die Organisatoren des 3B-Tourismusteams am Sonntag eine völlig neue Veranstaltung auf die Beine gestellt.  Über verschieden lange Strecken konnte die Wanderer auf einem Rundkurs entlang markanter Punkte insgesamt acht Stationen anlaufen.

  Unweit der „Schönsten Weinsicht“  war beispielsweise der Stand des Weingutes Bähr aus Erligheim. Wengerterschütz Dieter Schedy erklärte hier unterhaltsam Wissenswertes zum Weinbau und zur Arbeit eines Wengertschützen.

 Das Bietigheimer Weingut Vollmer lockte neben seinen Weinen auch mit Bier und Würsten vom Grill. Beim Löchgauer Waldspielplatz gab es nicht nur Weine des Weinguts Muck aus Bietigheim sondern auch Destillate der Bietigheimer Brennerei „Pfarrhausgeischtle“ sowie Proben des Imkers Dieter Krebs.

Gottesdienst zur Eröffnung

 Das Weingut Weigel und das Gasthaus Krone bewirteten an der Löchgauer Berghütte die Gäste. Bei der „Erligheimer Weinkanzel“ schenkte das Weingut Reichert seine Weine aus und servierte Pommes Frites und Rote Würste vom Holzkohlengrill.

Die Eröffnung war am Sonntagmorgen um zehn Uhr im Baumbachtal zwischen Erligheim und Walheim: Am Stand der Weingärtner Stromberg-Zabergäu gab es den Gottesdienst mit der Erligheimer Pfarrerin Margret Döbler und musikalischer Umrahmung der Stadtkapelle Bönnigheim. Hier eröffnete Eric Reiter vom 3B-Tourismus diesen besonderen Tag. „Ziel ist es unser Wanderwegenetz ins Gespräch zu bringen und unsere Genussregion zu etablieren“, sagte Reiter. Die Teilnehmer unter einen Hut zu bekommen, sei nicht schwierig gewesen. Nächstes Jahr werde es eine andere Route geben, die dann für Abwechslung sorge, so Reiter. Sein Dank galt auch dem Schwäbischen Albverein, der die Strecken nachbeschildert hatte, damit die Teilnehmer auf dem rechten Weg blieben.

Viel los war zur Mittagszeit an der schönsten Weinsicht über Besigheim. Am Stand von Weinerlebnisführer Klaus Hebeiß konnten die Aromen geraten werden, die sich in den acht verdeckten Gläsern verbargen. Hebeiß ist seit vielen Jahren einer der 150 Weinerlebnisführer und sonst für die Felsengartenkellerei tätig. Dessen Sekt „Neundvierzig Grad“, benannt nach dem Breitengrad in Besigheim, konnte hier probiert werden, eine Cuvee für den hiesigen Gaumen.

„Wir haben Trockenfäule beim Trollinger“, erklärte der Experte in den nahen Steillagen, wo auf Muschelkalk angebaut wird. Wenig Wasser gab es in den letzten Monaten, und der Reifegrad ist unterschiedlich. Grüne zwischen fast schon violetten Beeren müssen rausgeschnitten werden, um die Qualität zu liefern, die man in der Kellerei erwartet. Wasser bekommen die Reben über Tropfenbewässerung, und es wird Wert auf Qualität gelegt. „Neue Rebstöcke bleiben hier 45 bis 50 Jahre stehen“, erklärte Hebeiß, wenn nicht mehr wie früher nur auf Menge angebaut werde.

Aromen zu erraten

Doch nicht nur die großen Genossenschaften waren vertreten, auch fünf private Weingüter wie das von Eberhard Klein, der  wieder den Grill angeworfen hatte. Am Aromenstand hatte derweil Achim Hölle aus Freudental sieben von acht Aromen  richtig geraten. Er hatte sich für die elf Kilometer lange Strecke entschieden. „Ich find‘ das super“, sagte er zum Genusswandern, das er bereits von der WG Stromberg-Heuchelberg aus Dürrenzimmern kennt.

Bisher habe er sich auf der Strecke mit Zehntele fit gehalten, am Ende werde er sich aber sicher auch mal ein Viertele gönnen, so der Freudentaler, der sich dann auf den Weg zur nächsten Station machte. Musikalisch umrahmt wurde die schönste Weinsicht von den „3 Richtigen“, die ab 14 Uhr über Besigheim für Unterhaltung sorgten.

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