Nach Ansicht des Grünen-Landtagsabgeordneten Daniel Renkonen ist die Bundes-CDU an der B27-Radwegunterführung in Besigheim kläglich gescheitert. Dies teilt der Politiker in einem Schreiben mit. Den Ankündigungen seien leider keine Taten gefolgt, sondern lediglich ein politisches „Schwarze-Peter-Spiel“ an die Adresse des Landes. Dabei liege es allein in der Hand des Bundesverkehrsministeriums, ob eine Radwegunterführung gebaut wird.

Die Kosten von rund 750 000 Euro seien laut Renkonen „ein Witz“ im Vergleich zu den milliardenteuren Investitionsprojekten für den Straßenausbau. Es handele sich bei der B27 um eine Bundesstraße, für die einzig und allein der Bund die finanzielle und planerische Verantwortung trage. Renkonen forderte daher das CSU-geführte Bundesverkehrsministerium auf, dem Bau der Radwegunterführung endlich zuzustimmen.

Das Land habe den Kommunen, so Renkonen, angeboten, 60 Prozent der Gesamtkosten der Radwegunterführung über das Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG) zu übernehmen. „Und das, obwohl das Land für die Straße gar nicht zuständig ist“, betont der Grünen-Politiker. Das Angebot des Landes wird bislang von der Stadt Besigheim und der Gemeinde Walheim mit dem Hinweis abgelehnt, dass sie für den Bau der Radwegunterführung ebenfalls nicht zuständig seien.