Besigheim Krone: Der Umbau verzögert sich

In das Gebäude des ehemaligen Gasthofes Krone in Besigheim sollen die Kfz-Zulassung und ein Jobcenter einziehen.  Der Zeitplan für den Umbau ist allerdings in Verzug.
In das Gebäude des ehemaligen Gasthofes Krone in Besigheim sollen die Kfz-Zulassung und ein Jobcenter einziehen.  Der Zeitplan für den Umbau ist allerdings in Verzug. © Foto: Richard Dannenmann
Besigheim / Uwe Deecke 08.12.2016

Bereits in der Oktobersitzung des Gemeinderats in Ottmarsheim hatte Architekt Jochen Feyerabend angedeutet, dass es beim Umbau des früheren Gasthofs Krone mit dem Fundament Probleme geben könnte. Tatsächlich gerät der Zeitplan nun durch den schlechten Baugrund in Verzug. Man habe einen Keller gefunden, der bislang nicht bekannt war und zu Problemen führe, erläuterte Feyerabend im Auschuss für Umwelt und Technik am Dienstag.

Auf die Frage von Sibylle Reustle von der SPD-Fraktion, ob sich hieraus eine zeitliche Verschiebung ergebe, sagte der Architekt, dies sei wahrscheinlich. Mitte November sei als Bezugstermin realistisch. Der bisherige Zeitplan sieht vor, dass der Um- und Neubau im Spätsommer 2017 abgeschlossen ist. In das Gebäude sollen unter anderem die Kfz-Zulassung und ein Jobcenter einziehen.

Was die Kosten betrifft, so lagen diese im Oktober ohne Honorare, Nebenkosten und Ausbau mit 1,31 Millionen Euro noch deutlich unter den ursprünglich veranschlagten 1,53 Millionen Euro. Insgesamt soll die Maßnahme am Ende rund 2,66 Millionen Euro kosten. „Ich gehe nicht davon aus, dass wir diesen Vorsprung halten können“, bewertete Jochen Feyerabend am Dienstag die finanziellen Folgen. Es sei ein mit Müll verfüllter Keller, der ausgehoben werden musste, weil er nicht tragfähig war. Man musste nun tiefer gründen, einschalen, hochbetonieren und den Untergrund füllen. Es hätten sich Fundamente mit wenig Einbindungstiefe ins Erdreich gezeigt, die die Maßnahmen erforderlich machten.

Nachdem die Putzfassade abgeklopft wurde, hätten sich feuchte Balken an Schlüsselstellen gezeigt, die nicht mehr tragfähig seien, so der Architekt weiter. Unter den Fenstern seien Hölzer teilweise „so gut wie nicht mehr vorhanden“. Im Innenbereich gebe es Teilbereiche mit einfachen Holzschwellen auf dem Erdreich, die ebenfalls der Feuchtigkeit zum Opfer gefallen seien. Ein Aufbau mit einem Betonboden sei hier zusätzlich erforderlich.

Mehrkosten: rund 63 000 Euro

Im ersten Obergeschoss gebe es Absenkungen im Deckenbalkenbereich, die ebenfalls der Nässe geschuldet sind. Sie reichen auch nicht mehr an die Wand und haben keinen Anschluss mehr, wie Feyerabend auf Fotos demonstrierte.

Die daraus resultierenden Mehrkosten schätzte er auf rund 63 000 Euro. Doch damit bleibe man immer noch rund 155 000 Euro unter den veranschlagten 1,53 Millionen für die Maßnahme. Derzeit werde das zweite Ausschreibungspaket vorbereitet, das unter anderem die Glaser-, Holzfenster- und Aluminiumarbeiten beinhaltet. Das Ende der Ausschreibung soll am 12. Januar sein.

„Die Schadensbilder hatten wir im Leistungsverzeichnis bereits drin, daher sind die Mehrkosten noch relativ niedrig“, so Stadtbaumeister Andreas Janssen auf Anfrage der BZ. Der Architekt habe relativ viel vorhergesehen, was das Gebäude betrifft. Ursprünglich sei der September als Fertigstellung angedacht gewesen, nun werde es vermutlich November. Dies werde auch noch in einem Gespräch mit dem Landratsamt Thema werden.