Bildung Sichere Überwege müssen geschaffen werden

Von der Wagnerstraße an könnte die Silcherstraße gesperrt werden, wenn ein Schulcampus entstehen sollte.
Von der Wagnerstraße an könnte die Silcherstraße gesperrt werden, wenn ein Schulcampus entstehen sollte. © Foto: Helmut Pangerl
Löchgau / Uwe Deecke 07.07.2018

Nach dem bevorstehenden Ende der Werkrealschule soll das Gelände der Schule in Löchgau nicht ungenutzt bleiben. Dafür eine Nutzung zu finden, ist der zentrale Punkt im „Strategiekonzept Bildung und Betreuung 2030“, mit dem eine Campus-Lösung für Grundschule und Kindergärten angestrebt wird. Diese beinhaltet, dass die Kindergärten bis auf den in der Beethovenstraße an den Campus verlegt werden. (die BZ berichtete).

Dass damit alle Altersgruppen auf einen Ort konzentriert wären, stieß vor einem Jahr im Gemeinderat nicht auf ungeteilte Zustimmung. Freiflächen, wie sie die kleinen Kindergärten haben, würden fehlen, war ein Argument gegen die Campus-Lösung. Ein anderes: Die schwierige Verkehrssituation, wenn die Kinder nun täglich gebracht und abgeholt werden.

Diese Problematik stand im Mittelpunkt der Informationsveranstaltung. Sie wurde von Wolfgang Schröder vom Büro BS Ingenieure aus Ludwigsburg genauer erläutert. Während der Schulbetrieb rund 442 Fahrten am Tag zur Folge hat, würde nach seiner Schätzung beim Campusbetrieb 985 Fahren anfallen, wenn die Eltern ihre Kindergartenkinder hierher bringen. Trotz des Verkehrsaufkommens, so ein Fazit, sei der Bildungscampus aber machbar. Dringend notwendig seien aber auch zusätzliche Parkplätze für Mitarbeiter. Die 47 Stellplätze reichten nicht aus, hier würden mindestens 96 Stellplätze benötigt.

Eines der Hauptprobleme des Konzepts ist die Einbindung des nahen Kindergartens Beethovenstraße, der in seiner jetzigen Form erhalten bleiben soll und Zugang zur Mensa und zum Campus erhalten soll. Die Kinder müssten dann die Silcherstraße queren, was zusätzliche Maßnahmen erforderlich machen würde. Eine Sperrung der Silcherstraße sei hier eine Option, erklärte Schröder, was aber mehr Verkehr in der Beethoven- und Wagnerstraße bedeuten würde. Von einer Einbahnstraßenregelung in der Silcherstraße riet Schröder ab.

Den wichtigsten Bereich sieht Bürgermeister Robert Feil ebenfalls an der Silcherstraße zwischen Beethoven- und Wagnerstraße, weil dort die Kinder zum Campus gehen. Diese Kinder müssten sicher die Angebote der Mensa, in der Sporthalle und der Naturerfahrung erreichen können, so Feil auf Anfrage der BZ. Um den Verkehr zu entzerren, sollte auch ein weiterer Zugang zum Campus an der Weinstraße möglich sein.

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