Kunstsommer Sechs Künstler, sechs Sichtweisen von Transparenz

Stadtführerin Katrin Held betrachtet im Besigheimer Rathaus eine Skulptur von Alfons Wiest.
Stadtführerin Katrin Held betrachtet im Besigheimer Rathaus eine Skulptur von Alfons Wiest. © Foto: Martin Kalb
Besigheim / Miriam Staudacher 24.07.2018

Alle zwei Jahre steht die Malerstadt Besigheim ganz im Zeichen der Kunst: Der Besigheimer Kunstsommer „Zwischen zwei Wassern“ lädt dann Künstler aus Besigheim und der Region ein, sich künstlerisch mit einem bestimmten Thema auseinanderzusetzen. Nach dem Fokus auf der Malerei beim Kunstsommer vor zwei Jahren stehen, dieses Mal Skulpturen und Installationen im Zentrum.

Idee von Dieter Schedy

Das diesjährige Motto „Transparenz“ hatte sich der scheidende Stadtleitbildbeauftragte Dieter Schedy erdacht.  Neben kunstinteressierten   Bürgern konnte Bürgermeister Steffen Bühler am Sonntag zur Eröffnung auch alle sechs in diesem Kunstsommer vertretenen Künstler begrüßen: Elke Gaertner, deren aus Ton gefertigte, farbenreiche Plastik „La Toretta“  ebenso im Rathaus zu sehen ist, wie die Gemeinschaftsarbeit des Künstlerpaares Margarete und Martin Saradeth. Ihr „Werkstattfenster mit Ausblick“, bestehend aus einem zweiflügeligen, eisernen Fensterrahmen mit insgesamt 24 kleinen Fensterausschnitten, ist eine sehr originelle Auseinandersetzung mit dem vorgegebenen Thema. Die „Kleidersammlung“ von Margit Stäbler-Nicolai ist eine interaktive Kunstinstallation, die manchen Betrachter der Ausstellung zur Auseinandersetzung über die Überbleibsel der Wegwerfgesellschaft einlädt.

Überdimensionale Köpfe

Von der Galerie des Rathausfoyers grüßen für die Dauer des Kunstsommers überdimensionale, in unterschiedlichen Farbschattierungen gehaltene Gesichter, Köpfe  und Kopfgruppen, die vom Löchgauer Künstler Alfons Wiest stammen. Wiest ist der einzige Kunstsommer-Beteiligte, der sowohl im Rathaus als auch in den Räumen der VR-Bank ausstellt.

„Es ist schade, dass nicht alle Arbeiten hier zentral im Rathaus gezeigt werden“, sagte eine Besucherin der  Ausstellungseröffnung. „Für körperlich beeinträchtige Menschen ist dieses Konzept nicht ideal.“ Der Gang zum zweiten Ausstellungsraum lohnt aber auf jeden Fall: Dort ist, neben den genannten Werken von Alfons Wiest, die Installation „Zeit-Reisen“ der Erligheimer Künstlerin Angelika Lill-Pirrung zu sehen. Sie präsentiert persönliche Erinnerungen an von ihr bereiste Orte, Plätze und Länder als Installation aus Wachswürfeln.

Info Der Besigheimer Kunstsommer endet in der ersten Woche des neuen Schuljahres. Bis dahin sind die ausgestellten Skulpturen und Installationen zu den regulären Öffnungszeiten des Rathauses beziehungsweise der VR-Bank Neckar-Enz zu sehen. Am 15. August findet im Rathaus Besigheim ein Kinderworkshop mit Elke Gaertner statt. Am 10. August und 7. September wird im Atelier von Alfons Wiest in Löchgau ein Vortrag über dessen Holzskulpturen gehalten. Die Finissage findet am Donnerstag,  13. September, 18.30 Uhr, in der VR-Bank statt.

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