Ferienprogramm Reise ins Land der Fantasie

 Beim Theaterprojekt für "Kinder aller Lebenslagen aus Besigheim und der ganzen Welt" entschieden die Kinder selbst, in welche Rolle sie schlüpfen.
Beim Theaterprojekt für "Kinder aller Lebenslagen aus Besigheim und der ganzen Welt" entschieden die Kinder selbst, in welche Rolle sie schlüpfen. © Foto: Susanne Yvette Walter
Besigheim / Susanne Yvette Walter 10.09.2018

Der Zauberwald bot die Fantasiekulisse für ein Sommertheater-Projekt der Studiobühne Besigheim in Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis Asyl. Kinder „in allen Lebenslagen“ mit und ohne Migrationshintergrund sollten die Chance bekommen, sich neue Rollen auszudenken, hineinzuschlüpfen und Theater zu spielen. Nach einer gemeinsamen Probenwoche, war am Freitagabend die Aufführung im Christoph-Schrempf-Gymnasium in Besigheim.

„Das Schönste ist, sich gemeinsam eine Geschichte auszudenken und die dann zu spielen“, findet Elisabeth Schöneck, acht Jahre, aus Besigheim. Zusammen mit 20 anderen Kindern im Alter von acht bis zwölf Jahren hat sie beim Theaterprojekt im Rahmen des Ferienprogramms mitgemacht. Im Anspiel geht es darum, dass ein Zauberer die Fee in einen  Hasen verwandelt hat und um den dicken Handlungsknoten, der danach kommt. „Theaterspielen vor echtem Publikum“, war das was Sara Spohr, neun Jahre, so reizvoll fand. „Toll, dass wir selbst entscheiden konnten, was wir spielen“, freut sie sich im Nachhinein noch immer.

Regisseure für eine Woche

Silas Körner und Emily Zundel, beide aus Walheim, hatten die Regie für die Theaterwoche vonseiten der Studiobühne übernommen - zum ersten Mal. Nach der Kennenlernrunde am ersten Theatertag mit Begegnungs- und gruppenbildenden Spielen  war der Weg frei für eine gemeinsame Reise ins Land der Fantasie. Eine sagenhafte Geschichte entstand durch Rollenspiele, Interviews und Gespräche im Kreis. Kinder und Studiobühne sprachen in der Runde über erste Begegnungen mit dem Medium Theater, und es dauerte gar nicht lange bis die Kinder selbst entschieden hatten, wer sie sein wollten.

Am letzten Abend des Projekts kamen dann am Freitag Eltern und Verwandte, um sich das Stück anzusehen. Und sie staunten, was ihre Kinder in nur einer Woche auf die Beine gestellt hatten. „Die Idee der Integration stand still im Hintergrund. Hier begegneten sich Kinder völlig frei, die alle eins gemeinsam haben: Sie alle haben keine Scheu, sich vor ein Publikum zu stellen und souverän ihre Rolle zu leben“, lobt eine Mutter die ganze Gruppe und die Drahtzieher hinter der Bühne.

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