Besigheim Profi-Tipps für den Nachwuchs

Beim Grundschulspielfest in der Neckarhalle in Besigheim dreht sich alles ums Handballspielen.
Beim Grundschulspielfest in der Neckarhalle in Besigheim dreht sich alles ums Handballspielen. © Foto: Martin Kalb
Besigheim / Susanne Yvette Walter 16.04.2018

In der Neckarhalle wimmelte es am Samstagmorgen nur so von Kindern, die nur zu gern ihren Spieltrieb beim Handball und bei Koordinationsübungen entdecken. Zum achten Mal hatten der Handballverein Eichenkreuz Besigheim Dritt- und Viertklässler benachbarter Grundschulen dazu eingeladen, sich auszuleben und hoffen mit diesem Sporttag für so manchen Nachwuchsspieler eine Fährte zu legen.

Es ist ein Grundschulfest für Schüler der dritten und vierten Klassenstufe, der besonderen Art, denn beim gemeinsamen Aktionstag dreht sich alles darum, ein Geschick und ein Gespür für Ballsportarten zu entwickeln. Rund 60 Kinder von drei Grundschulen  aus Besigheim, Gemmrigheim und Löchgau warengekommen, um miteinander das zu trainieren, auf was es später beim Handball ankommt: die Koordination und die Körperbeherrschung.

Als Höhepunkt war die deutsche Nationalspielerin in Diensten der SG Bietigheim Metterzimmern Kim Naidzinavicius gekommen und stand den Kindern Rede und Antwort. Sie konnten sie alles fragen, was sie rund um den Handball-Sport interessiert, zum Beispiel, ob sie vom Handball spielen leben kann, wie dieses Leben als profesionelle Sportlerin aussieht und was man bringen muss, um überhaupt eine Chance als Berufssportler zu bekommen. Natürlich signierte die Sportlerin auch alles, was ihr zum Unterschreiben vorgelegt wurde. Zum Sporttag gehörte auch  ein Schautraining der Jugendhandballer, und schließlich erlebten Drittklässler und Viertklässler ihr erstes eigenes Match mit anschließender Siegerehrung.

„Schon im Vorfeld haben die Kinder im Sportunterricht Handball im Fokus gehabt“, erzählt Andreas Hübner vom Eichenkreuz. „Hier kommt keiner unvorbereitet“, weiß  er. Beim Sporttag selbst ging es darum an Stationen die Koordination zu perfektionieren. Beim Parcours wurde die Wurftechnik trainiert, und es wurde darüber gesprochen, welche Vorteile kleinere Spieler haben und welche größere. Eine der Übungen verlangte von den Kindern zum Beispiel auf einer Bank zu balancieren und dabei einen Basketball zu prellen. An einer anderen ging es darum über die Bank im Spinnengang so schnell wie möglich zu huschen.

Kindgerechte Balltechnik

„Wir versuchen kindgerecht Balltechnik zu vermitteln“, erklärte Jugendleiter Jörg Reisinger. Wichtiger sei es den Organisatoren, so Reisinger, „dass die Kinder mit Hilfe dieses Sporttages überhaupt an ein sportliches Engagement herangeführt werden. Ob das dann später alles Handballer werden, steht auf einem ganz anderen Blatt“, machte er deutlich.

Nach dem Parcours trafen die Kinder in einer Verschnaufpause auf die Profispielerin und erlebten dann ihr erstes Match als krönender Abschluss. Die Aussicht darauf beflügelte so manchen kleinen Sportler schon beim Parcours zu Höchstleistungen. Penelope Vasiavos zum Beispiel fand den Geschicktlichkeitsparcours „mega toll“. „Wir lernen auch Kinder von anderen Schulen kennen und treten sogar gegen andere aus der gleichen Klassenstufe an“, freute sie sich.