Kindergarten Photovoltaik-Anlage kommt später

Freudental / Uwe Deecke 09.05.2017

Am Anbau des Kindergartens Taubenstraße in Freudental geht es voran. Nach dem öffentlichen Ortstermin behandelte der Gemeinderat in seiner Sitzung am Mittwoch die Ausschreibung der Photovoltaik-Anlage, der Außenanlagen sowie die Vergabe der Schreinerarbeiten. Allerdings verzögert sich die Photovoltaik-Anlage.

„Das Dach ist in drei Wochen drauf, und dann geht es an den Innenausbau“, erläuterte Bürgermeister Alexander Fleig den sportlichen Zeitplan für die Fertigstellung des Kindergarten-Anbaus. Oben auf dem Dach soll später die Photovoltaik-Anlage stehen, die auf insgesamt 89 000 Euro netto veranschlagt wird. Ein Stromspeicher ist zunächst nicht vorgesehen, eine Nachrüstung soll aber möglich sein. Der produzierte Strom wird zunächst zu 100 Prozent ins Netz eingespeist, jedoch mit der Möglichkeit bis zu 20 Prozent direkt verbrauchen zu können. Angesetzt waren dafür 70 000 Euro, der Mehrbetrag soll über ein zinsgünstiges Darlehen der KfW-Bank gedeckt werden.

Wirtschaftlich nach elf Jahren

„Die Wirtschaftlichkeit ist nach elf Jahren gegeben“, erläuterte Bürgermeister Fleig in der Sitzung. Bei einer 20-jährigen Laufzeit ergebe sich ein Überschuss von rund 65 000 Euro. Ihm selbst sei der nun fehlende Stromspeicher ein großes Anliegen gewesen, doch dieser würde die Wirtschaftlichkeit deutlich verschlechtern, führte der Rathaus­chef aus.

Es sei sinnvoll über einen solchen Speicher nachzudenken, wandte Andreas Büdenbender ein, der gerne dazu eine Wirtschaftlichkeitsberechnung gehabt hätte. „Zahlen, Daten, Fakten“ wären hier hilfreich gewesen.  Das Gremium vertagte die Ausschreibung der PV-Anlage, um sich davor weiter informieren zu können.

Vergeben wurden allerdings  die Schreinerarbeiten zum Angebotspreis von rund 12 000 Euro sowie die Beschaffung der Innenausstattung für rund 23 000 Euro. Das Planungsbüro KMB wird zudem beauftragt, die Ausschreibung für die Außenanlagen des U3 und Ü3-Bereichs vorzunehmen.