Es ist geschafft. Das letzte Hindernis für das Neubau-Projekt der evangelischen Heimstiftung nahe dem Robert-Breuning-Stift in Besigheim ist aus dem Weg geräumt. Der Ausschuss für Umwelt und Technik hat sich jetzt mit der Ausweisung von Parkplätzen zufrieden gezeigt.

Im kommenden Frühjahr möchte die Heimstiftung mit dem Bau der fünf Häuser beginnen. In den fünf voneinander getrennten vierstöckigen Gebäuden entstehen Wohnungen für betreutes Wohnen und für pflegebedürftige Bewohner. Die Kosten sind mit 20 Millionen Euro veranschlagt.

Mehrfach hatten die Stadträte über die Parkplatzsituation rund um das Stift beraten mit der Maßgabe pro Wohnung zwei Stellplätze auszuweisen, was 130 Stellplätze erfordert hätte. Doch alte und pflegebedürftige Menschen brauchen in der Regel kaum noch ein Auto, viele Parkplätze in der teuren Tiefgarage werden leerstehen, argumentierte die Heimstiftung. Zuletzt war ein Schlüssel von 1,4 Stellplätzen für die betreuten Wohnungen und 0,5 Stellplätze für die Pflegewohnungen im Gespräch. Architekt Michael Kerker brachte insgesamt 110 Stellplätze auf dem Gelände unter. Doch  das war den Stadträten nicht genug.

Mehrfache Beratung

In der Sitzung des Ausschusses am Dienstag konnte Kerker jetzt eine zufriedenstellende Lösung präsentieren. Im Norden des Gebäudes für die Intensivpflege und zwischen den Gebäuden selbst hat er jetzt noch Platz für weitere Stellplätze ausgewiesen, jetzt sind es 120 an der Zahl, legte er im Ausschuss dar.

Um sicherzugehen, dass die Tiefgarage auch genutzt wird, wird die Heimleitung auf Antrag der CDU verpflichtet, die Parkplätze dort für Mitarbeiter und Besucher zu öffnen. Friedrich Köhler (Freie Wähler) und Thomas Herbst (FDP) enthielten sich der Stimme. Er möchte die Straßensituation rund um das Stift nicht weiter verschärfen, argumentierte Köhler.