Energie Nahwärme für noch mehr Häuser in Freudental

Freudental am Rande des Strombergs. Das Nahwärmenetz im Ortskern könnte noch einmal erweitert werden.
Freudental am Rande des Strombergs. Das Nahwärmenetz im Ortskern könnte noch einmal erweitert werden. © Foto: Werner Kuhnle
Von Uwe Deecke 15.05.2018

Bis Ende Mai werden die Sanierungsarbeiten sowie der Nahwärmeausbau in Freudental bis zur Strombergstraße 31 weitergehen. Eine weiterer Ausbau des Nahwärmenetzes darüber hinaus ist wahrscheinlich, machte Bürgermeister Alexander Fleig im Gespräch mit der BZ deutlich.

Momentan ist die Einbahnstraßenregelung im bereits fertig gestellten Teil der Straße aufgehoben bis hinter das Pädagogisch-Kulturelle Centrum (PKC). Dieses kann nun nach der Vollsperrung von der Ortsmitte aus wieder angefahren werden. Gesperrt ist der Bereich hinter dem PKC und der Jägerstraße, wo derzeit die Rohre für das Nahwärmenetz verlegt werden. Pro Abschnitt rechnet die Gemeinde mit vier bis sechs Wochen Bauzeit, erklärt Evelin Bezner, die in der Freudentaler Verwaltung für Bausachen zuständig ist. Bis Ende Mai sollen die Bauarbeiten noch dauern, danach sei die Straße wieder durchgängig befahrbar.

Dreierlei Bauarbeiten

Insgesamt sind es drei Arten von Bauarbeiten, die in der Straße gerade parallel laufen und die Sache zwar finanziell günstiger, aber auch schwieriger in der Umsetzung machen. Die Straßensanierung der Strombergstraße, die in die Jahre gekommen ist, geht einher mit dem Ausbau der Nahwärme, die für Interessenten gleich mitverlegt wird. Dazu kommt noch die Netze BW, die in diesem Bereich das Erdkabel verlegt. Es soll auf lange Sicht die Dachständer für die Stromzuleitung überflüssig machen.

Die bisher beauftragten Firmen wurden angefragt, ob im Rahmen eines Nachtrags eine Verlängerung der Arbeiten bis zur Strombergstraße 31 möglich wäre. Sowohl das Straßenbau- als auch das Rohrleitungsunternehmen haben dies zugesagt. Für rund 44 000 Euro wurden im Gemeinderat dafür die Vergaben beschlossen. In der Jägerstraße wird indes zunächst nur das Haus Nummer 12 Nahwärme bekommen, der Rest der Jägerstraße muss bis zum kommenden Jahr warten.

Auch die Seestraße ist noch kein Thema. Für sie wird im Verlauf des Jahres erst der Bedarf erhoben. Sollten genügend Interessenten da sein, könnte sie im nächsten Jahr mit der Nahwärme aus der Schule versorgt werden.

Es sei „schon wahrscheinlich“, dass die Nahwärmeversorgung auch über die Strombergstraße 31 hinausgeht, so Bürgermeister Alexander Fleig auf Anfrage der BZ. Dies ermögliche dann einen Ringschluss der Nahwärmeverorgung zurück zur Heizzentrale in der Schule und damit eine bessere Versorgungssicherheit im Netz.

Ein Antrag auf Förderung (65 Prozent der Planungskosten) wurde längst bei der KfW-Bank gestellt, wo es aber nach der langen Regierungsbildung einen Bearbeitungsstopp  gegeben habe. Die Bedarfsabfrage bei den restlichen Hausbesitzern wolle man noch in diesem Jahr machen, so Fleig, um die Zahl der Teilnehmer am Nahwärmenetz ermitteln zu können. Dies könnte dann im nächsten Jahr entsprechend erweitert werden.

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