Enzaue Mit Brücke und Parkhaus nicht einig

Besigheim / bz 20.08.2018

Bei seinem letzten Treffen hat sich der Arbeitskreis Enzufer mit den Plänen zur Umgestaltung des südlichen Enzuferbereiches in Besigheim beschäftigt. Bei der Diskussion der Pläne im Gemeinderat sei zuletzt einmal mehr deutlich geworden, wie schwierig es ist, nur anhand schöner Zeichnungen nachzuvollziehen, was wirklich verändert werden soll und welche Auswirkungen das haben würde. Erst bei einem Vergleich vor Ort von Plan und derzeitigem Zustand sei vielen Mitgliedern klargeworden, dass nicht nur Neues geschaffen werden soll, was aus ihrer Sicht zumindest teilweise durchaus zu begrüßen wäre. „Wenn diese Pläne so umgesetzt würden, ginge leider auch vieles verloren, was den Charakter und den Wert dieses Geländes heute ausmacht“, so ihre Sorge, die sie in einer Mitteilung äußern.

Charakter wird zerstört

 Das werde besonders deutlich zwischen Stadtbrücke und Wasserrad. Der als „Sonnengarten“ bezeichnete Bereich für gemeinsames Gärtnern wäre nur möglich, wenn sämtlicher Baum- und Strauchbesatz vor und auf den alten Mauern gerodet würde.  Bei einer Begehung bei Sonnenschein und Hitze wurde schnell klar, dass vom Charakter des Uferbewuchses und seinem einmaligen Wert als erfrischender und ruhiger Rückzugsort mitten in der Stadt nichts mehr übrig bliebe. Nur durch einen entsprechend breiten Saum aus Bäumen und Sträuchern könne diese Fleckchen in seiner jetzigen Qualität und Funktion als natürliche „Klimaanlage“ erhalten bleiben.

Von einigen Mitgliedern des Arbeitskreises wurde daher der Vorschlag gemacht, dieses „Wäldchen“ durch eine Art „Waldrand“ eher noch aufzuwerten und zu erweitern. Das könne beispielsweise durch beerentragende Sträucher wie Vogelbeeren und Felsenbirne geschehen, vor die noch Himbeeren oder Johannisbeeren gesetzt werden könnten.

 Während der weiteren Diskussion sei von allen Anwesenden immer wieder betont worden, dass sie sich mit dem geplanten Parkhaus und auch mit der neuen Enzbrücke nicht abgefunden haben. Nach wie vor sind ihrer Meinung nach beide Projekte unnötig und unsinnig. Es wurde beschlossen, eine detaillierte Stellungnahme zu den bisher bekannten „Südpark“-Plänen zu erarbeiten, die  dann an die Stadtverwaltung und die Mitglieder der Projektgruppe übergeben werden sollen.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel