Besigheim Mehr Platz und bessere Hygienemaßnahmen

Außenansicht des Robert-Breuninger-Stift in Besigheim. Es gehört zur der Evangelischen Heimstiftung.
Außenansicht des Robert-Breuninger-Stift in Besigheim. Es gehört zur der Evangelischen Heimstiftung. © Foto: Robert-Breuning-Stift
Besigheim / Von Susanne Yvette Walter 06.09.2018

Die neue Pflegestation mit geräumigen Einzelzimmern für 30 Wachkomapatienten und Bewohner, die beatmet werden müssen, im Robert-Breuning-Stift ist fast fertig. Die offizielle Einweihung findet am 25. Oktober um 15 Uhr statt. Am 7. Oktober, am Tag der offenen Tür, können die neuen Räumlichkeiten besichtigt werden.

„Zunächst wurde der alte Pavillon abgerissen, in dem vorher die Betreuung von Bewohnern im Wachkoma stattfand“, so Elke Eckert, Hausdirektorin der Evangelischen Heimleitung. Sie freut sich, dass der Bau der neuen Pflegestation so weit fertig ist. Lediglich die technische Freigabe und die Freigabe des Trägers fehlt noch. „Es ist toll geworden“, sagt sie. „Der neue Pflegebereich hat einen großen Aufenthaltsbereich auch für die Angehörigen, der genug Platz für Multifunktionsrollstühle hat und eine Bewohnerküche, wo man auch mal etwas backen kann.“

Statt bisher zwölf sollen künftig 30 Bewohner im Wachkoma und in der künstlichen Beatmung hier leben. Der künftige Bereich „Junge Intensivpflege“ beherbergt auch Menschen, die narkosegeschädigt sind, einen Schlaganfall erlitten haben oder künstlich beatmet werden müssen.

Aus hygienischen Gründen gebe es nur noch Einzel- und keine Doppelzimmer mehr, betont die Hausdirektorin. Durchreicheschränke wurden eingebaut und jedes der speziellen Betten hat eine eingebaute Waage, so dass Bewohner einfacher hinein- und herausgewuchtet werden können – auch eine Hygienemaßnahme, denn die Flut der Keime ist hier besonders stark. Zu jedem der 30 Einzelzimmer gehört auch ein geräumiges Bad von sieben Quadratmetern. Über jedem Bett ist ein Deckenlifter angebracht, damit die ständig liegenden Bewohner bewegt werden können und sich nicht wund liegen.

Bedingt durch die Vergrößerung der besonderen Pflegestation sind 20 neue Pflegekräfte geplant. In Zusammenarbeit mit dem diakonischen Institut soll jetzt eine eigene geeignete Fortbildung auf die Beine gestellt werden, um den Stammmitarbeitern die nötige Qualifizierung zu ermöglichen. Vor dem Tag der offenen Tür am 7. Oktober soll der Umzug stattfinden. Von 10 bis 16 Uhr haben Neugierige dann die Möglichkeit, die „Neue Intensivpflege“ kennenzulernen. Am 25. Oktober findet die offizielle Einweihung mit allen Kooperationspartnern statt.

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