Ortswappen Mainzer Rad und Mondgesicht

Das Ortswappen von Bönnigheim mit Rad und Mond.
Das Ortswappen von Bönnigheim mit Rad und Mond. © Foto: BZ
sol 08.12.2018

Das Bönnigheimer Stadtwappen ist in tiefem Rot gehalten. Es bildet zwei Dinge ab: ein weißes Rad mit sechs Speichen und darunter einen Mond mit menschlichen Gesichtszügen.

Urkundlich wird Bönnigheim erstmals im Jahr 793 im Lorscher Codex erwähnt, als die hochadlige Nonne Hildburc die Gemeinden Bönnigheim, Erligheim und Alt-Cleebronn dem Kloster Lorsch schenkt. Mit der Eingliederung des Klosters in das Erzbistum Mainz 1234 kommen die Güter unter mainzische Oberhoheit. Mehrfach wechselten die Besitzer.

Während das Stadtsiegel von 1285 den Reichsadler aufweist, zeigen spätere Siegel wechselnde heraldische Symbole, die diese Besitzverhältnisse widerspiegeln. So ist im 14. Jahrhundert das Büffelgehörn der Herren von Sachsenheim zu sehen. Im 15. Jahrhundert trat das Mainzer Rad-Symbol des Erzstifts, das die Oberlehensherrschaft über das inzwischen entstandene Ganerbiat ausübte, an seine Stelle.

Schließlich kam im 16. Jahrhundert der Mond hinzu, der vielleicht aus dem Wappen der Herren von Magenheim, eher aber aus dem der Patronatsherren von Wöllwarth abgeleitet ist, wie „LEO-BW“ vermutet, das landeskundliche Informationssystem für Baden-Württemberg. Nach dem Übergang an Württemberg im Jahr 1785 wurde das Rad zeitweilig durch die württembergische Hirschstange ersetzt, die 1921 zusammen mit Rad und Mond die städtischen Stempel zierte. Die jetzige Gestalt des Wappens besteht seit 1936. Die Flaggenfarben waren schon 1921 im Gebrauch.

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