Arbeitskreis Lange Liste von Aufgaben im Weinbau

bz 17.07.2018

Der Erhalt der Weinbau-Steillagen über Neckar und Enz bleibt eine sensible Aufgabe für die Wengerter der Region. Fast zwei Jahre hat sich eine Arbeitsgemeinschaft der beteiligten Kommunen als Integriertes Ländliches Entwicklungskonzept (Ilek) damit befasst. Im Ergebnis wurde die Steillageninitiative gegründet, der Vertreter mehrerer Genossenschaften, Weingüter und Kommunen angehören. Ihr Vorsitzender ist Dr. Herbert Müller, treibende Kraft des Consortiums Montis Casei, des Käsberg-Konsortiums, das am Neckar Steillagen gepachtet oder gekauft hat, um dort hochwertige internationale rote Sorten anzupflanzen und auf ihren Erfolg zu überprüfen.

Förderbescheid liegt vor

Ein zentrales Ergebnis des Ilek war die Einstellung eines Regionalmanagers für die Erledigung wichtiger Aufgaben im Steillagen-Weinbau. Der Förderbescheid über knapp 150 000 Euro für vier Jahre liegt bereits vor. Inzwischen wurde Peter Wendel von der Landesregierung und den Gemeinden entlang der Neckarschleifen von Marbach bis Lauffen zum Regionalmanager bestellt. Er hatte bereits den Ilek-Prozess fachlich begleitet. Das teilt Herbert Müller von der Steillageninitiative mit. Der neue Regionamlmanager habe den Auftrag, über vier Jahre die Umsetzung der ILEK-Beschlüsse zu unterstützen.

Dem neuen Regionalmanager wurden in der letzten Sitzung der Steillagen-Initiative eine Reihe von Aufgaben mit auf den Weg gegeben. Dazu zählt beispielsweise der Aufbau einer Trockenmauerhütte zur Unterstützung der Wengerter bei der Erhaltung von Mauern. Wendel soll sich auf die Suche nach Lösungen zur Reaktivierung oder Pflege von Weinbergbrachen machen und er soll die Einrichtung einer Flächenbörse für Weinberge vorantreiben.

Konzept für Trollinger

Zudem soll ein Angebot etabliert werden, mit dem Weinliebhaber die Bewirtschaftung eines Steillagenweinbergs erlernen. Die Wengerter, so eine Hoffnung der Steillageninitiative, sollen sich auf ein Konzept für einen hochwertigen Steillagentrollinger einigen. Ihnen schwebt eine Preisspanne zwischen acht und neun Euro vor.

Auch in Sachen Tourimus gibt es einige Vorschläge. So soll der Steillagenweinbau in das Stadtmarketing-Konzept Ludwigsburgs integriert werden. Die Erarbeitung eines Tourismuskonzepts für die Neckarschleifen einschließlich attraktiver Wanderwege durch die Steillagen sei ebenso notwendig wie die Erarbeitung eines Sponsoring-Konzepts, das für Unternehmen der Region attraktiv ist.

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