Das Kinderferienprogramm machte es möglich: Besigheimer Kinder entdecken ihr Talent als Schauspieler und Nachwuchs-Zauberkünstler beim Theaterprojekt am Christoph-Schrempf-Gymnasium in der letzten Woche der Sommerferien. Als Einstieg ließen sich die Jungen und Mädchen verzaubern, von einem, der es kann.

Neues ausprobieren

In der letzten Woche der Sommerferien, da sind die meisten Kinder wieder zuhause und haben, gut erholt, Lust, ihre Gaben und Talente zu entdecken und etwas Neues auszuprobieren. Wer sich in verschiedenen Rollen ausprobiert, lernt sich selbst besser kennen. Das wissen die Schauspieler und Regieführenden der Besigheimer Studiobühne nur zu gut. Deshalb geben Rüdiger Erk und mit ihm ambitionierte Schauspieler wie Emily Zundel Kindern, die sich für das Schauspielern interessieren eine Starthilfe in der letzten Ferienwoche. Auch in diesem Sommer trafen sich Emily Zundel, Rüdiger Erk und Boris Hauck im Christoph-Schrempf-Gymnasium, um gemeinsam ein Stück zu erarbeiten, bei dem Zauberei eine große Rolle spielt und die Gewissheit, dass man erst in der Gemeinschaft so stark ist, Dinge zu verändern.

Zehn Acht- bis Elfjährige

Zehn Kinder im Alter von acht bis elf Jahren waren diesmal Feuer und Flamme von den Möglichkeiten rund ums Theaterspielen. Die Verbindung zwischen Bühne und Akteuren stellte Boris Hauck her, der Zirkuselemente mit ins Spiel brachte. Unter seiner Anleitung wuchsen die Ferienkinder zu einer Menschenpyramide zusammen und lernten, wie man mit einem oder mehreren Hüten jongliert.

„Wir haben mit einem kleinen Theater-Warm-Up angefangen. Kinder haben Bilder über ihre Träume gemalt und wir haben daraus ein Stück gemacht“, erzählt Rüdiger Erk. Sämtliche Ideen zum Stück kamen von den Kindern selbst. Besonders spannend wird es, als sich die Kinder im Maislabyrinth verirren. Zwei Füchse kommen ins Spiel, listig, schlau und gruselig. „Die Kinder sind ihnen mit Angst begegnet und waren sehr vorsichtig, bis sich herausgestellt hat, dass sie Vegetarier sind“, erzählt Emily Zundel. Aus der verzwickten Situation im Maislabyrinth kamen die Nachwuchsschauspieler nur durch eine schlaue List und Überlegung wieder heraus, und darin war ihnen der Fuchs Vorbild: Sie bauten besagte Menschenpyramide, konnten sich so einen Überblick verschaffen und sahen einen Ausweg.

Wichtig: Happy-End

„Dass es ein Happy End gibt ist Kindern oft sehr wichtig“, weiß Rüdiger Erk. Und so war es auch hier im Theater-Projekt. Es soll nicht der letzte Workshop für Ferienkinder dieser Art gewesen sein. Das Projekt bewährt sich, weil jeder der kleinen und großen Akteure darin seine Rolle findet: Boris Hauck hatte jede Menge Zauberartikel eingepackt, Tücher und vieles mehr, mit dem man das Jonglieren üben kann.

Parallel zum Ferienprojekt läuft im Jugendhaus ein Workshop, an dem zur Zeit 13 Kinder mitmachen. Rüdiger Erk und „Zauberer“ Boris Hauck haben das Projekt initiiert, das Kindern zwischen sieben und zwölf Jahren die Möglichkeit gibt, auf einer großen Bühne zu zeigen, was sie gemeinsam erarbeitet haben.

Horrormärchen am 23. Oktober

Am 23. Oktober ist es so weit. Da führen die Kinder und Jugendlichen im Rahmen des Jugendhaus-Projekts ein Horrormärchen auf mit dem Titel „Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen“. Große Pläne haben Erk und Hauck auch für die Weihnachtszeit, wo es weniger gruselig zugehen soll. „Im Moment ist es eine geschlossene Gruppe, die im Jugendhaus probt. Aber nach der Aufführung will sie sich wieder öffnen für Neuzugänge“, erklärt Rüdiger Erk.

Beim Besigheimer Weihnachtsmarkt sollen die jungen Schauspieler Geschichten erzählen, die mit Weihnachten zu tun haben und mit den Besuchern zusammen Lieder singen, so zumindest ist die Idee. Ort des Geschehens: das Dreigiebelhaus „bei Charly im Keller“, so Rüdiger Erk.