Kirchstraße Keine Rede mehr von Sperrung

Besigheim / Michael Soltys 27.07.2018

Eine höhere Attraktivität und Lebensqualität für die Bewohner und die Besucher der Altstadt durch eine verkehrsberuhigte Innenstadt – das ist das Anliegen einer Reihe von Geschäftsleuten aus der Innenstadt, darunter Annette Kobar und Sonja Rupp. Sie haben sich zu einem Aktionskreis zusammengeschlossen, wie in der BZ bereits berichtet. Von einer Beschränkung der Kirchstraße nur für Anlieger und den Lieferverkehr ist mittlerweile aber nicht mehr die Rede, der Gegenwind sei zu stark, so Kobar gegenüber der BZ. Dennoch beharren sie auf der Verkehrsberuhigung, wie auch beim BdS-Gespräch am Mittwoch deutlich wurde. „Wir sind deckungsgleich“, sagte BdS-Vorsitzender Heinz Streicher zu der Initiative, betonte im gleichen Satz aber auch: Der BdS will „eine uneingeschränkte Zufahrtsmöglichkeit zur Altstadt.“

Die Analyse der Initiative ist klar: Die Beschränkung in der Kirchstraße auf Tempo 7 wird missachtet. Ein Problem ist der Verkehr hoch zur Schule, wenn die Eltern aus anderen Wohngebieten Besigheims ihre Kinder zum Unterricht bringen. Besigheimer sind es auch, die eine Abkürzung zur Wartturmsiedlung und zum Schimmelfeld nehmen oder einen Parkplatz suchen.
 Was also tun? Die Initiative setzt zunächst einmal auf Appelle und Aufklärung und wird in den nächsten Tagen eine Reihe von Bannern und Plakaten in der Kirchstraße anbringen. Die Einhaltung von Tempo 7 sollte überwacht werden, „dann verlieren die Leute die Lust durchzufahren“, so Sonja Rupp. Wer sich an Tempo 7 hält, geht allerdings das Risiko ein, beschimpft zu werden, berichtete eine Teilnehmerin. Heinz Streicher brachte gebührenpflichtige Parkausweise für Anwohner ins Gespräch. Könnten sie im neuen Parkhaus oder gegenüber Komet parken, würden in der Altstadt Plätze frei.

Alles nicht so schlimm, argumentierte Hansjörg Kollar vom BdS. Nach seinen Berechnungen fährt etwa alle Minute ein Auto durch die Innenstadt, das sei kein Problem.

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