Der Ausschuss für Umwelt und Technik befasste sich am Dienstag mit den Projekten, die aus seinem Bereich den Haushalt 2020 belasten, der im Februar vom Gemeinderat verabschiedet werden soll. Die größten Posten im Finanzhaushalt sind die Baumaßnahmen am Enzpark mit rund drei Millionen, der Kita-Neubau in Ottmarsheim mit einer Rate von 1,55 Millionen und die Techniksanierung im Freibad mit rund 1,03 Millionen Euro. Auch das Ottmarsheimer Gerätehaus muss abbezahlt werden, was unterm Strich Rekordinvestitionen von 8,05 Millionen Euro bedeutet.

Richtiger Platz für Feuerwehr?

Grund genug für Bürgermeister Steffen Bühler, im Ausschuss für Umwelt und Technik das Defizit zu hinterfragen und auch mit dem Besigheimer Feuerwehrhaus lieber noch etwas zu warten. „Wir sind bei der Flächenausweisung überall an den Grenzen angekommen“, machte Bühler deutlich. Nun müsse man sich fragen, wo man in der Stadt noch etwas nachverdichten könne, so der Verwaltungschef, der auf die knappen Entscheidungen wie bei der Wohnbebauung im „Neckarblick“ verwies.

Höhere Kosten stehen über das Jahr 2020 hinaus in der Kinderbetreuung an, aber auch in der vergrößerten Friedrich-Schelling-Schule, für die gerade eine europaweite Ausschreibung vorbereitet wird. Wenn alles funktioniere, so Bühler, müsse man sich dringend der Realschule zuwenden, der nächsten Großbaustelle.

Der neue Kämmerer Roland Hauber errechnete einen Finanzmittelbedarf von 1,95 Millionen Euro, der größtenteils durch einen neuen Kredit über 1,1 Millionen Euro abgedeckt werden soll. Zu den genannten planmäßigen Ausgaben kommen ein neues Feuerwehrfahrzeug für die Abteilung Ottmarsheim, ein Heizungsverteiler für das Christoph-Schrempf-Gymnasium, die digitale Medienausstattung der Schulen, der Straßenbau im Eichenweg sowie eine Baumallee an der Hangkante zu den Weinbergen an der Turmstraße. Auch neue Server für die Verwaltung, die nach Ausfällen angeschafft werden sollen, schlagen auf der Ausgabenseite zu Buche.

Was das Besigheimer Feuerwehrhaus angeht, stellen sich für Steffen Bühler gleich mehrere Fragen. Zu bewerten sei, ober der Standort noch der richtige sei, ob die Größe ausreiche, ob das THW am Standort bleibe und ob es nicht irgendwann in Richtung Berufsfeuerwehr gehe. Dazu wolle man im Herbst in die Diskussion einsteigen. „Andere Kommunen finanzieren sich durch Grundstückshandel, das wird bei uns nicht möglich sein“, sagte CDU-Rat Ulrich Gerstetter mit Blick auf den kommenden Flächennutzungsplan. Widerspruch kam von Helmut Fischer (BMU): „Das darf kein Automatismus sein“, sprach er das andauernde Wachstum an, das andernorts wieder für erhöhte Betreuungskosten und mehr Landschaftsverbrauch sorgt.

Seilbahn bleibt Wunsch

Liegen bleiben bei dieser Finanzplanung wieder Projekte, die nicht in die Finanzplanung bis 2023 aufgenommen wurden. Auf der Liste fehle nun wieder die Mensa, fiel Ulrich Gerstetter auf, dafür sei nun wieder eine Sporthalle auf der „Wunschliste“ an Projekten.

Die Neubebauung des Areals „Waldhorn-Entengasse“, die mit bis zu drei Millionen Euro gefördert werden soll, sei derzeit kein Thema, sagte Steffen Bühler.

Auf der Liste steht nach wie vor noch der Bau einer Kabinenseilbahn zum Niedernberg, die bei Kosten von rund drei Millionen Euro von manchem belächelt wird, die aber für Steffen Bühler immer noch sinnvoll ist, wenn es um die Steillagen und das Interesse dafür geht. „Die Idee, die dahinter steht, ist richtig“, betonte der Besigheimer Verwaltungschef.