Besigheim Häckselplatz wird asphaltiert

Der Häckselplatz in Ottmarsheim grenzt an ein Naturschutzgebiet an.
Der Häckselplatz in Ottmarsheim grenzt an ein Naturschutzgebiet an. © Foto: Martin Kalb
Besigheim / Von Uwe Deecke 15.02.2018

Bereits fertiggestellt wurde der Besigheimer Häckselplatz Lange Heg in Richtung Ingersheim. An den Kosten von rund 80 000 Euro beteiligte sich die Nachbarkommune mit 40 Prozent, um den Vorgaben der AVL und des Landratsamts gerecht zu werden. „Vom Landratsamt kam die Forderung, die Häckselplätze wasserundurchlässig auszuführen“, sagt Stefan Maier, stellvertretender Stadtbaumeister der Stadt Besigheim. Auch habe die AVL angekündigt, die Plätze nicht mehr zu betreiben, wenn dort kein Untergrund aus Asphalt vorliege. „Es blieb uns gar nichts anderes übrig“, so Maier auf Anfrage der BZ. Im Spätsommer wurde der Häckselplatz Lange Heg dann asphaltiert – und kleiner. Rund ein Viertel der Fläche habe der Platz eingebüßt, auf die Kosten für die Stadt habe das aber leider keinerlei Einfluss gehabt.

Vorgabe der AVL

Grund für die Asphaltierung sei die Befahrbarkeit mit den Maschinen, die dann besser arbeiten und wirtschaftlicher eingesetzt werden können, vermutet Maier. Das Material wird auf dem Häckselplatz eingesammelt und in Kornwestheim auf einem zentralen Platz verarbeitet. Die Laster kommen nun häufiger, und es wird weniger Fläche für den Platz gebraucht.

Bereits seit letztem Jahr ist die Stadt in Gesprächen mit dem Landratsamt und der AVL, die im neuen Jahr den Ottmarsheimer Platz so nicht mehr betreiben wollte. Die Stadt erreiche eine Übergangslösung, muss aber nun so bald als möglich handeln. „Wir sind dabei die Ausschreibung vorzubereiten“, so Maier, doch die Auslastung der Bauunternehmen sei derzeit sehr hoch. Daher denkt er auch an eine Auftragserweiterung für das Unternehmen, das bereits den ersten Häckselplatz asphaltiert hatte. Auch der Ottmarsheimer Platz wird wohl etwas kleiner werden in Zukunft. Die Kosten für die Asphaltierung dürften etwas geringer ausfallen, im Haushalt sind jedoch dafür 90 000 Euro angesetzt.

Anders als in Walheim, wo sich bereits die Verwaltung gegen die Asphaltierung mitten im Landschaftsschutzgebiet aussprach, liegt der Ottmarsheimer Platz nicht auf einer solchen Fläche. Aber sie umschließt ihn ebenso wie den Sportplatz. Sowohl Sportplatz wie Häckselplatz seien vom Landschaftsschutzgebiet ausgenommen worden, erklärt Maier. Der Platz ist aktuell geschottert und müsste mit einer acht Zentimeter dicken Schicht aus Asphaltbeton bedeckt werden. Mit dem Landratsamt wurde vereinbart, das Oberflächenwasser über eine Mulde in einen Grünbereich am Wald zu leiten und dort versickern zu lassen.

Beliebt auch bei den Nachbarn

Dass der Ottmarsheimer Häckselplatz sehr beliebt ist, weiß man auch im Stadtbauamt. Fahrzeuge mit Heilbronner Kennzeichen werden regelmäßig gesichtet, was schon ungewöhnlich ist. Denn die Nachbarkommune Ilsfeld hat zusammen mit Neckarwestheim selbst einen Platz und die Anfahrt nach Ottmarsheim ist mit einigen Kilometern durch den Wald verbunden. Ein möglicher Grund könnte sein, dass der Ottmarsheimer nicht nur freitags und samstags, sondern jeden Tag geöffnet hat immer anfahrbar ist. Ein weiterer: Samstags macht der Platz der Nachbarkommunen schon um 12 Uhr zu und ist eher was für die Frühaufsteher unter den Gartenbesitzern. Anders als im Landkreis Heilbronn ist der Platz in Ottmarsheim weder eingezäunt noch stundenweise mit einem Mitarbeiter besetzt, der schaut, was angeliefert wird.

Prinzipiell sei der Grünschnitt-Tourismus aus Nachbarkommunen verboten, erklärt Maier, am Ottmarsheimer Häckselplatz fänden aber nur sporadisch Kontrollen statt. „Wir kontrollieren mit den Möglichkeiten, die wir haben“, sagt der stellvertretende Stadtbaumeister.

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