Besigheim / Michael Soltys  Uhr

Mit dem Ende der Legislaturperiode scheiden insgesamt sechs Mitglieder aus dem Besigheimer Gemeinderat aus, die dem Gremium zum Teil seit Jahrzehnten angehören. Sechs weitere Stadträte wurden in der Sitzung am Dienstag für ihre langjährige Mitgliedschaft geehrt. So gehören Miriam Staudacher (BMU) und Achim Schober, Fraktionssprecher der CDU, schon zehn Jahre dem Gemeinderat an. Ulrich Herbst (CDU) und Walter Zeyhle sind schon seit 20 Jahren Mitglied. Seit 25 Jahren sind Helmut Fischer, Sprecher des BMU, und Friedrich Köhler von den Freien Wählern bereits Stadträte.

Für jeden der sechs ausscheidenden Mitglieder des Gremiums fand Bürgermeister Steffen Bühler ein persönliches Wort zum Abschied. So gehörte Heinz Streicher, CDU, nur wenige Monate dem Gremium an. Er war Albert Joos nachgerückt, der in einen anderen Ort gezogen war und sein Mandat deshalb aufgab. Als Vorsitzender des BdS in Besigheim habe sich Streicher schnell in die Themen des Gemeinderats eingefunden.

Eva Herbst-Schetter von der SPD gehörte dem Gemeinderat eine Legislaturperiode an. Ihr sei es vor allem um die Themen Integration, Gerechtigkeit und Chancengleichheit gegangen, sagte Bühler. Jochen Rieth, war zehn Jahre Mitglied des Gremiums, davon fünf Jahre als Sprecher der CDU. Er gehörte zu den Stadträten, „die präsent waren, dem die anderen zugehört haben“, so der Bürgermeister.

15 Jahre saß Marion Mohn als Mitglied der Freien Wähler im Gemeinderat. Sie sei „die kluge Frau im Club der Alphatiere der Freien Wähler gewesen“, sagte Bühler. Wegen starker beruflicher Anforderungen habe sie nicht mehr kandidiert. Waldemar Held, 16 Jahre lang Stadtrat des BMU, war aus Bühlers Sicht „die Stimme aus Ottmarsheim“. Sein Rat als Insider des Ortes sei immer gefragt gewesen.

Schließlich Adolf Eisenmann: 39 Jahre lang Mitglied des Gemeinderats, „über viele Jahre sein Gesicht“, wie Bühler es ausdrückte, lange Jahre Vorsitzender der Fraktion der Freien Wähler und ehrenamtlicher Stellvertreter des Bürgermeisters. Mit Eisenmann gehe dem Gemeinderat ein „riesiger Erfahrungsschatz“ verloren. Der frühere Metzgermeister sei bekannt für klare Aussagen, „was mit den Freien Wählern geht und was nicht.“ „Mit euch verlassen Kompetenz und Erfahrung das Gremium“ würdigte Friedrich Köhler, ehrenamtlicher Stellvertreter des Bürgermeisters, die Verdienste.