Auf 3,2 Millionen Euro sind die Kosten für die neue Kita und die Schulräume in Ottmarsheim geschätzt worden. Mit dem Bau geht es voran. Stadtbaumeister Andreas Janssen schätzt, dass Kita und Schulräume Ende Januar 2020 bezogen und in Betrieb gehen können.

Und es sieht ganz so aus, als könnten die kalkulierten Kosten unter dem Strich auch eingehalten werden können. Das gilt jedoch nicht für einzelne Gewerke, wie jetzt im Gemeinderat von Besigheim deutlich wurde. Dort sollten die Landschaftsarbeiten vergeben werden, zu Kosten von 248 000 Euro, immerhin 48 000 Euro mehr als geplant. Das bedeutete das Aus für einen Vorschlag, der in der Planungsgruppe für die Gestaltung der neuen Räume entstanden ist. Sie hatte den Bau einer Bobbycar-Bahn entlang von Sandkasten und Rutsche ins Gespräch gebracht, der mit immerhin fast 25 000 Euro veranschlagt wurde.

Ein „Wunschkonzert“

Doch daraus wird nichts: Der Gemeinderat lehnte die Idee rundweg ab, bei vier Enthaltungen.  Wie beim Bau des Feuerwehrhauses direkt nebenan seien die Kosten für die Außenanlagen in die Höhe gegangen, machte Friedrich Köhler von den Freien Wählern deutlich. Das „Wunschkonzert der Planungsgruppe“ sei eine Ursache dafür. Die gewünschte Bobbycar-Bahn „kann man auch später bauen“, sagte er.

Doch die Bobbycar-Bahn stieß noch aus einem anderen Grund auf Kritik. Wieder einmal fühlte sich die CDU von der Verwaltung schlecht informiert. Erst am Tag der Sitzung habe der Gemeinderat erfahren, „dass die Projektgruppe eine Vielzahl von Wünschen hat“, sagte Achim Schober, der Sprecher der CDU-Fraktion. Ähnlich äußerte sich auch Edgar Braune von der neuen „Wir“-Fraktion.

Stadtbaumeister Janssen und Architekt Jochen Feyerabend hatten allerdings bereits von sich aus ausgerechnet, wie hoch das Einsparpotenzial bei der Bobbycar-Bahn und den Außenanlagen ist. Sie kalkulieren es insgesamt mit 37 000 Euro.

Keine rechtlichen Probleme

Rechtliche Probleme entstehen nicht, wenn das Angebot des günstigsten Bieters, der Firma Pfitzenmaier aus Besigheim, zusammengestrichen wird. „Das lässt sich klären“, sagte Feyerabend im Gemeinderat, an der Reihenfolge der Bieter ändere sich nichts. Es sei nicht das erste Mal, „dass wir auf Teilleistungen verzichten“, ergänzte Bürgermeister Steffen Bühler.