Gemmrigheim Gemeinde investiert 97 000 Euro für Feuerwehr

Die Gemmrigheimer Feuerwehr erhält einen neuen Mannschaftstransportwagen für rund 97 000 Euro. Das alte Fahrzeug genüge nach 24 Jahren nicht mehr den aktuellen Anforderungen, so die Begründung.
Die Gemmrigheimer Feuerwehr erhält einen neuen Mannschaftstransportwagen für rund 97 000 Euro. Das alte Fahrzeug genüge nach 24 Jahren nicht mehr den aktuellen Anforderungen, so die Begründung. © Foto: Martin Kalb
Gemmrigheim / Uwe Deecke 06.11.2018

Stolze 24 Jahre alt ist der Mannschaftstransportwagen (MTW) der Feuerwehr in Gemmrigheim und er genüge in Bezug auf Sicherheit und Personentransport nicht mehr den heutigen Anforderungen, begründet die Verwaltung den Antrag zur Neuanschaffung. Im Haushalt sind dafür bereits 75 000 Euro eingestellt, deutlich mehr als man damals für ein solches Fahrzeug bezahlen musste. Bewilligt wurde von der Kommune zusätzlich ein Zuschuss in Höhe von 12 500 Euro, um den erweiterten Anforderungen gerecht zu werden. Denn die Freiwillige Feuerwehr nutzt das Fahrzeug auch als Führungsfahrzeug vor Ort mit Funkgerät und Notstromaggregat sowie veränderten Sitzen für den Personentransport.

Die europaweite Ausschreibung brachte zwei Gebote. Das günstigste Angebot der Firma Wilhelm Barth lag bei 93 970 Euro und erreichte beim angewandten Wertungsverfahren die   beste Beurteilung. Optional werden auch noch verschiedene Ausstattungen angeboten. Weil sie zur Verkehrssicherheit beitragen, sind aus Sicht der Feuerwehr die Ausstattung mit Sondersignalanlage, Presslufthammer sowie Heckwarnsystem für das Fahrzeug sinnvoll. Mit diesen kommt der MTW dann auf rund 97 000 Euro brutto.

Die Summe war Manfred Sannert von der CDU-Liste dann doch zu hoch, auch die 75 000 Euro nach der ersten Schätzung erschienen dem Rat für ein solches Fahrzeug zu teuer. Andere Wehren würden für einen solchen MTW zwischen 40 000 Euro und 58 000 Euro bezahlen, so sein Argument. „Was hat sich daran geändert, Leute zu befördern?“, fragte Sannert.

Damals vor 24 Jahren habe der Kommandant das Fahrzeug gekauft und als Kombifahrzeug nachgerüstet, was sich als sinnvoll erwiesen habe, erläuterte der anwesende Kommandant Markus Pleschke. Dem konnte auch Gemeinderatsmitglied Selina Felger von der Freien Wählervereinigung zustimmen. „Wir würden ja einen Rückschritt machen ohne Funk und Notstrom“, gab sie zu bedenken. Bei größeren Einsätzen sei das Funkgerät vor Ort in jedem Fall sinnvoll, erklärte Pleschke, denn hier liefen die Informationen zum Einsatz zusammen.

Der Gemeinderat stimmte schließlich bei einer Gegenstimme für die Anschaffung des Mannschaftstransportwagens zum Preis von 97 104 Euro mit der zusätzlichen Ausstattung. Bei einer Gegenstimme  wurde auch der überplanmäßigen Ausgabe in Höhe von 22 104 Euro zugestimmt.

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