Walheim Ersatz für das älteste Fahrzeug

Feierliche Fahrzeugübergabe in Walheim: Die Freiwillige Feuerwehr hat ein neues  Hilf- und Löschfahrzeug bekommen.
Feierliche Fahrzeugübergabe in Walheim: Die Freiwillige Feuerwehr hat ein neues Hilf- und Löschfahrzeug bekommen. © Foto: Helmut Pangerl
Walheim / Birgit Riecker 03.12.2018

Das älteste Löschfahrzeug im Landkreis geht in Ruhestand. Denn das LF16 der Walheimer Wehr aus dem Jahr 1984, das nur dank liebevoller Pflege der Gerätewarte so lange durchgehalten hat, wird ersetzt. Am Freitagabend war die Übergabe des neuen HLF 10, einem Hilfs- und Löschfahrzeugs für neun Feuerwehrleute.

„Es gibt unangenehmere Aufgaben als ein neues Fahrzeug entgegen zu nehmen“, schmunzelte Feuerwehrkommandant Marko Horwath im Kreise seiner Wehrleute, der Gemeinderätinnen und Gemeinderäte und der Ehrengäste im Feuerwehrhaus. Er erinnerte daran, dass die erste Anfrage der Feuerwehr an den Gemeinderat von 2008 ist. Ziel damals war es, die Ersatzbeschaffung bis 2012 zu verwirklichen. „Das haben wir nicht ganz geschafft“, räumte er ein. Es sei dem Gemeindehaushalt geschuldet gewesen. Aber nun gebe es ein gutes Ende.

90 000 Euro Zuschuss

„Das neue Fahrzeug ist kein Spielzeug für die Feuerwehr“, betonte er. „Vielmehr ist es dazu da, den Menschen zu helfen.“ Denn trotz der Ausbildung brauche die Wehr gutes Arbeitsgerät, da bei Alarm oft gefährliche Einsätze und sogar Todesfälle drohen können. 380 000 Euro kostet das HLF 10. Dafür bekommt die Gemeinde einen Landeszuschuss von 90 000 Euro. „Wenn das neue Fahrzeug 30 Jahre hält, dann sind das Ausgaben von umgerechnet drei Euro pro Bürger und Jahr. Das ist weniger als manches Viertele“, rechnete der Kommandant unter dem Beifall der Gäste vor.

Der Tank des Fahrzeugs fasse 1600 Liter. Zudem werden 120 Liter Schaum, die Ausrüstung für den Atemschutz und ein Lichtmast mitgeführt. Alle Elektrogeräte an Bord sind mit Akkus ausgestattet. „Es ist ein Universalfahrzeug, das auch für die technische Überlandhilfe und kleinere Gefahrguteinsätze funktioniert“, erklärte der stellvertretende Kommandant Steffen Wahl. Er war sich dennoch mit Marko Horwath einig: „Wir wünschen uns möglichst wenig Einsätze.“

Bürgermeisterin Tatjana Scheerle erinnerte sich gern daran, an der Überführung des Fahrzeugs teilgenommen zu haben. „Wir haben es Ende Oktober bei Erding abgeholt“, erzählte sie. Und es sei beeindruckend gewesen, wie viele Feuerwehrleute im Walheimer Feuerwehrhaus auf ihre Ankunft gewartet haben. „Ich hoffe, dass es allseits gute Dienste tut und dass alle gesund vom Einsatz zurückkommen“, sagte sie bei der Übergabe des symbolischen Schlüssels aus Hefeteig.

Unterstützung von Dorroch

Kreisbrandmeister Andy Dorroch, der sich für den Landeszuschuss stark gemacht hatte, machte eine weitere Rechnung auf. So habe eine Schweizer Versicherungsgesellschaft berechnet, dass jeder Franken, der in die Ausrüstung der Freiwilligen Feuerwehr gesteckt werde, 17-fach an die Bevölkerung zurückkomme. „Und die Bevölkerung hat es verdient, dass die Feuerwehr mit richtigen Fahrzeugen und einer guten Ausrüstung versehen ist“, betonte er. Bei einem kleinen Umtrunk wurde anschließend auf das mit moderner Technik ausgestattete Fahrzeug angestoßen.

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