Bürgermeisterwahl Endspurt um den Sieg in Walheim

Walheim / Michael Soltys 13.07.2018

Die Spannung, aber auch die Unsicherheit steigt bei den beiden Kandidaten für das Bürgermeisteramt in Walheim. An diesem Sonntag, 15. Juli, entscheiden die Walheimer endgültig darüber, wer es auf den Chefsessel im Rathaus schafft: die 35 Jahre alte Verwaltungsexpertin Tatjana Scheerle oder ihr 36 Jahre alter Konkurrent, Diplom-Ingenieur Robert Bezner.

 Aus der Riege der einst acht Bewerber sind sie die beiden einzigen seriösen Kandidaten, die zum zweiten Wahlgang noch antreten. Fridi Miller, die selbst ernannte Aufdeckungspolitikerin und Familienhelferin, und Musikpädagoge Ulrich Raisch stehen zwar ebenfalls noch auf dem Wahlzettel, spielen aber für den Ausgang keine Rolle. Raisch hatte im ersten Wahlgang vier Stimmen bekommen (0,27 Prozent), Miller gar nur zwei.

Deutlicher Abstand

Mit weitem Abstand war Tatjana Scheerle (38,65 Prozent) aus dem ersten Wahlgang als Siegerin hervorgegangen. Ihre ärgste Konkurrentin Anja Klohr, ebenfalls Diplom-Verwaltungswirtin und momentan Kämmerin der Gemeinde Ispringen, errang 24,62 Prozent und war über dieses Ergebnis so enttäuscht, dass sie ihre Kandidatur zurückzog. Davon profitierte Robert Bezner, der mit einem Stimmenanteil von 20,38 Prozent auf dem dritten Platz gelandet war, obwohl er über keine Verwaltungserfahrung verfügt.

Kann er aus dieser Position heraus Scheerle noch überholen?  Schließlich sind nicht nur die Stimmenanteile von Anja Klohr, sondern auch die von Steffen Hammel (10,26 Prozent) und Stefan Strauch (4,24 Prozent) neu zu verteilen. „Das Ergebnis ist völlig offen“ – diese Rückmeldung will der Diplom-Ingenieur,  der in Walheim aufgewachsen ist, in vielen Gesprächen gehört haben.

Damit dies nicht passiert und sie als erste durchs Ziel geht, hat Tatjana Scheerle  in den vergangenen beiden Wochen ihre Hausbesuche bei den Walheimern fortgesetzt und noch am Mittwoch Postkarten verteilt mit den wichtigsten Infos über ihre Person und ihre Ziele. „So langsam werde ich aufgeregt“, sagte sie im Gespräch mit der BZ.

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