Notfallseelsorge Einsatz bei Unfällen und Verbrechen

Besigheim / bz 05.11.2018

Um die Notfallseelsorge drehte sich jetzt eine Veranstaltung des Arbeitskreises Lebendige Gemeinde in den evangelischen Kirchenbezirken Besigheim. Darüber sprach Pfarrer Ulrich Gratz, der Leiter der Notfallseelsorge im Landkreis Ludwigsburg. Pfarrer Dirk Kubitschek begrüßte  die etwa 60 Gäste. Er ist selbst Feuerwehrmann und Notfallseelsorger. Er moderierte den Abend.

Rund um die Uhr

Pfarrer Gratz ist zur Hälfte Gemeindepfarrer in Oberriexingen und zur anderen Hälfte als Leiter der Notfallseelsorge tätig. Im Landkreis Ludwigsburg arbeiten über 100 haupt- und ehrenamtlich Tätige in der Notfallseelsorge mit. Sie sind bei Unfällen, Verbrechen, Brandeinsätzen, Naturkatastrophen und bei Lebenskrisen aller Art Begleiter und Seelsorger. Dieser Dienst geschieht rund um die Uhr. Zum Dienst gehören auch die Begleitung von Polizeibeamten, die Todesnachrichten an Angehörige überbringen. Zum Dienst gehört auch, dass man bereit sei, sich immer wieder in der Notfallseelsorge weiterzubilden, so Gratz.

Im Jahr 2017 waren die Mitarbeitenden der Notfallseelsorge bei 198 Einsätzen aktiv. Angefordert werden sie in der Regel durch den Rettungsdienst, die Polizei und die Feuerwehr. Der Dienst der Notfallseelsorger beschränkt sich nicht nur auf die Unfallopfer oder diejenigen, die sich in einer schweren seelischen Krise befinden, sondern auch auf die Mitarbeiter der Rettungskräfte. 

Bibel gibt die Richtung

Gratz beschrieb in seinem Vortrag verschiedene Stellen der Bibel, in denen deutlich wird, dass der Dienst in der Notfallseelsorge zum Kerngeschäft der kirchlichen Mitarbeiter gehört. Mit anderen ein großes Leid aushalten und leidenden und geschockten Menschen beistehen, auch für die Betroffenen und mit ihnen wenn möglich zu beten, gehört auch dazu. Wichtig ist auch, dass die Mitarbeitenden in der Notfallseelsorge sehr gute Zuhörer sein können.

Pfarrer Gratz ist froh, daß der Landkreis, die Kommunen, die Kirchen und die Rettungsverbände und –träger allesamt voll hinter der Arbeit der Notfallseelsorge stehen und sie immer wieder anrufen und einbeziehen.

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