Besigheim spielt Eine Stadt wird zur Spielweise

Besigheim / Susanne Yvette Walter 11.06.2018

Die malerische Besigheimer Altstadt wurde „bespielt“ – und das im wahrsten Wortsinn. Sportvereine, die Musikschule und viele andere Organisationen taten sich dafür zusammen und stellten ein gigantisches Spielfest – nicht nur für Kinder – auf die Beine. Dabei konnte man am Sonntag balancieren, weitspringen, malen und viele neue spannende Bereiche entdecken, wie zum Beispiel das Innenleben eines Feuerwehrautos.

Die liebevoll aufgebauten Spielstationen zogen auch bei schwülem Wetter Hunderte von Besucher nach Besigheim. In der Altstadt sah und hörte man schon von weitem den Trubel an der Hüpfburg auf dem Kelterplatz. Gegenüber ging es koordinierter zu. Hier hatten die Feuerwehr und das Deutsche Rote Kreuz ihre Stände aufgebaut und informieren kindgerecht über ihre Arbeit.

Spaß mit Feuerwehrspritze

Natürlich schielten die jüngsten Besucher sofort nach dem Wasserschlauch und durften tatsächlich auch mal damit spritzen. „Wir haben unsere Spritzburg mitgebracht. Da muss man eine bestimmte Zeit in ein Loch zielen und es geht ein Blaulicht an“, verriet Maurice Hecht aus Ottmarsheim, der bei der Jungfeuerwehr aktiv ist. „Wir arbeiten sehr viel mit der Feuerwehr zusammen“, erklärtet Axel Homma, Bereitschaftsleiter des Deutschen Roten Kreuzes in Besigheim. An der Reanimierstation durften acht Kinder schon mal ausprobieren, wie man Druck am Herzen ausübt, um einen Menschen wieder zu beleben.

Ein Video befasste sich mit den Anfangstagen des Deutschen Roten Kreuzes auf den Spuren von Henry Durante. Im „Bärenhospital“ verarzteten die ganz Kleinen Teddybären, während die Elten eben mal den Blutdruck und die Zuckerwerte checken lassen konnten.

Orientalischer Tanz

Auf der großen Bühne vor der Stadthalle gab es ein Kommen und Gehen. Verschiedene Ensembles aus der Besigheimer Musikschule im Schloss traten auf und unterhielten  die Besucher. Turn- und Tanzgruppen der Spvgg und des TSC Besigheim wurden ebenfalls zum Anziehungspunkt. Die Palette reichte vom orientalischen Tanz bis zum Schaukampf.

Auch der CVJM ist dabei, wenn es heißt „Besigheim spielt“. Am Stand gab es eine Rollenrutsche. Auch in den kleinen Seitengassen hatten Vereine vereinzelt ihre Attraktionen aufgebaut, Timo Feeser, Jugendwart des Angelsportvereins, lud zum Dosenwerfen ein. Geschicklichkeit und Körperbeherrschung waren auch Trumpf bei der Judoabteilung der Spvgg. Balancieren, Seilhüpfen und mit einem Schaumstoff-Schwert den Gegner von der Bank stoßen, das waren die Herausforderungen.

„Besigheim spielt“ ist eine Einladung, die offensichtlich gerne angenommen wird. Vereine und Besucher profitieren von dieser Idee, die Besigheimer Innenstadt im Sommer zu beleben. „Wir können hier Präsenz zeigen und unsere Arbeit vorstellen“, brachte es DRK-Bereitschaftsleiter Axel Homma auf den Punkt.

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