Preise Ein ausgezeichneter Arbeitsplatz

Das neue Büro- und Sozialgebäude der Firma Köhler in Besigheim will kein Prestigebau sein, sondern ein Ort der Kommunikation mit angenehmer Arbeitsatmosphäre. Vorne die Firmenchefs Horst (links) und Karl Köhler.
Das neue Büro- und Sozialgebäude der Firma Köhler in Besigheim will kein Prestigebau sein, sondern ein Ort der Kommunikation mit angenehmer Arbeitsatmosphäre. Vorne die Firmenchefs Horst (links) und Karl Köhler. © Foto: Martin Kalb
Bettina Nowakowski 17.07.2018

So eine Resonanz bei den Preisen hat uns selbst gewundert“, stellt Geschäftsführer Horst Köhler fest, der zusammen mit seinem Bruder Karl Köhler das Unternehmen in dritter Generation in Besigheim leitet. Mit mehr als 120 Mitarbeitern ist die Karl Köhler GmbH einer der größten Arbeitgeber im Ort.

Das war auch der Grund, warum 2012 der Neubau eines Büro- und Sozialgebäudes beschlossen wurde: das alte Bürogebäude war einfach zu klein geworden. Es wurde ein Planungswettbewerb ausgeschrieben, den Zuschlag bekam der Entwurf vom Architekturbüro Wittfoht aus Stuttgart. 2013 erfolgte der Spatenstich, 2014 wurde Richtfest gefeiert und im Sommer 2015 wurde das neue Bürogebäude bezogen.

Alle unter einem Dach

Ziel war es, einen Ort zu schaffen, an dem alle Mitarbeiter unter einem Dach arbeiten können. „Unsere Mitarbeiter waren voll involviert und in die Planung stark eingebunden“, erklärt Horst Köhler. Nicht nur die Büroangestellten, die in Zweier-Büros arbeiten, sondern auch die Baustellenarbeiter identifizieren sich mit dem neuen Firmengebäude. „Die Leute von der Baustelle sagen: Das ist unser Büro, das ist gelungen“, freut sich Horst Köhler.

Das neue Büro- und Firmengebäude sei aber auch ein Aushängeschild für die Betonbau-Kompetenz des Unternehmens: „Wir sind ein Bauunternehmen, das mit Sichtbeton umgehen kann.“ Sehr wichtig sei die enge Zusammenarbeit mit allen Beteiligten gewesen. „Man sieht an dem Gebäude, dass die, die es ausgeführt haben, von Anfang an dabei waren, Bauherren und Architekten“, meint Horst Köhler.

Der Wettbewerbsentwurf sei eine Eins-zu-eins-Umsetzung im fertigen Gebäude. „Da wurde erst geplant und dann gebaut.“ Die saubere und gute handwerkliche Ausführung sei sicher ein Qualitätsmaßstab für die vielen positiven Reaktionen gewesen. Das neue Firmengebäude belegte 2016 den dritten Platz beim Wettbewerb „Geplant und Ausgeführt“ von der Gesellschaft für Handwerksmessen. Vom Bund Deutscher Architekten, Landesverband Baden-Württemberg, erhielt es 2017 die Hugo-Häring-Auszeichnung und im Rahmen des Immobilien-Awards eine Auszeichnung im Bereich Büroimmobilien.

„Eigentlich ist es ein sehr altmodisches Gebäude, weil es nicht multifunktional ist“, bemerkt Horst Köhler. Man könne es nicht ständig neu einteilen, wie es oft in neuen Geschäftsgebäuden konzipiert ist. So eine konventionelle Bauweise sei heute eher die Ausnahme. „Aber zu uns und unserer Firmenphilosophie passt die Bauweise“, gibt sich Horst Köhler bescheiden. Kein Prestigeobjekt, sondern ein Ort der Kommunikation und der angenehmen Arbeitsatmosphäre sollte es werden. Dazu trägt auch das großzügige und lichtdurchflutete Foyer bei, das für Veranstaltungen, Schulungen und als Treffpunkt der Mitarbeiter genutzt wird. Die Materialien kommen alle aus der Region: Sichtbeton mit Muschelkalkzuschlagstoffen, Böden aus heimischen Naturstein, Fenster und Parkett aus Eiche. Dazu ein umwelt- und ressourcenschonendes Energiekonzept mit regenerativer Wärme- und Kälteerzeugung.

Das Gebäude sei mit „Hingabe und Zuwendung“ gebaut worden. Auch Kunden wären von dem Bürogebäude ganz begeistert. „Ich bin froh, dass wir das gemacht haben“, meint Horst Köhler. Geplant ist noch der Bau einer kleinen Magazinhalle, die im Stil zum Bürogebäude passt und im Herbst fertiggestellt sein soll.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel