Musik Drei Kapellen musizieren zum Vollblutmusiker-Geburtstag

Der Vollblutmusiker Hermann Röser feiert im Kreise seiner Musikerkollegen mit einem Konzert eines 120-köpfigen Orchesters seinen 50. Geburtstag.
Der Vollblutmusiker Hermann Röser feiert im Kreise seiner Musikerkollegen mit einem Konzert eines 120-köpfigen Orchesters seinen 50. Geburtstag. © Foto: Bärbel Petters
Gemmrigheim / Susanne Yvette Walter 22.06.2017

Ein runder Geburtstag kann schon mal der Auslöser sein für ein großes Konzert. Im Fall von Orchesterleiter Hermann Röser ist das so. Seinen 50. will der Musikfreund so ganz nach seinem Gusto feiern, und so wird aus dem sonst üblichen Geburtstagsständchen ein Konzert mit drei Blasorchestern, das Konzert 1717, weil es am 1. Juli 2017 ein Klangfeuerwerk im Bietigheimer Kronenzentrum geben soll.

120 Mann starkes Orchester

Hermann Röser ist Vollblutmusiker und wie so viele aus dieser Spezies hat auch er nicht nur in einem Orchester einen Fuß in der Tür. Er dirigiert die Musikkapelle in Mundelsheim. Im Musikverein Ochsenbach ist er Vizedirigent und dem Musikverein in Gemmrigheim, seinem Heimatverein, hält er als aktiver Musiker seit rund 40 Jahren die Treue. Seinen 50. Geburtstag will Röser gerne so feiern, dass alle, die das Vielseitige in der Blasmusik mögen, auf ihre Kosten kommen - in einem eigenen Konzert am 1. Juli im Bietigheimer Kronenzentrum. Die Musiker zu seinem Jubelfest kommen natürlich aus Rösers Reihen: Zum Projektorchester haben sich 120 Musiker aus Mundelsheim, Gemmrigheim und Ochsenbach zusammengefunden.

„Das wären natürlich zu viele für eine kleine Sporthallenbühne. Deshalb sind wir auf das Kronenzentrum in Bietigheim gekommen. Weder in Ochsenbach noch in Gemmrigheim noch in Mundelsheim hätte es eine Halle gegeben, die groß genug gewesen wäre für so ein Aufgebot an Musikern“, erklärt Pressesprecherin Bärbel Petters. „Die Bereitschaft in allen drei Orchestern zusätzliche Proben auf sich zu nehmen und dabei zu sein, war sehr hoch“, lässt Bärbel Petters wissen.

Bereits nach Ostern begannen die Proben für ein stilistisch breit gefächertes Programm. „Hermann Röser geht es auch darum zu zeigen, wie vielseitig Blasmusik ist“, weiß Bärbel Petters, die selbst im Mundelsheimer Blasorchester spielt. Es gab offene Proben, an denen die Musiker der drei Vereine teilnehmen konnten, wie sie Zeit fanden. Die dritte Gesamtprobe liegt ebenfalls schon hinter den 120 Spielern, so dass sie langsam in die Zielgerade einbiegen können.

Diese Gesamtprobe am vergangenen Wochenende unterstützte Thomas Wieser mit seiner „klang-werkstatt“. Er gab einen Workshop, der gezielt eine saubere Intonation im Orchester in den Fokus nahm. „Das brachte richtig viel. Wir lernten noch bewusster aufeinander zu hören“, bestätigte Bärbel Petters. Der Gesamtklang war bald viel reiner. Auch für Hermann Röser hatte der Gastdozent einige Tricks und Kniffe auf Lager, so dass die Vielfalt im Programm am 1. Juli wohl so richtig zur Geltung kommt.

Zu hören gibt es im Kronenzentrum Big-Band-Stücke und andere für sinfonisches Blasorchester. „Big-Band-Stücke werden auch in Big-Band-Formation gespielt“, kündigt Petters an.

Hits aus aller Welt

Die Highlights dgs Abends setzen sich aus Hits aus der Welt der Bläser zusammen und aus Raffinessen, die die Stilbreite des Projektorchesters zeigt. In der Big-Band-Besetzung mit klassisch jeweils fünf Posaunen, Trompeten und Saxofone plus Schlagwerk und Bassgitarre samt E-Piano soll zum Beispiel, passend zum Sommer „On the sunny side of life“ zu hören sein und „Sway“ von Michael Bubblé. Zwei Solisten würzen das Konzert auf ihre Weise. Der eine ist der Jubilar selbst, der seinen Geburtstag maßgeblich mitgestaltet: Hermann Röser an der Posaune ist sicher ein Erlebnis, denn an Erfahrung fehlt es dem leidenschftlichen Musiker nicht. Martin Moser unterstützt ihn in seinem Alleingang an der Trompete.

Und dann wird es doch romantisch im Projekt-Blasorchester, denn die zweite Solistin, Klavierlehrerin Yuman Xiao intoniert die „Romanze im Park“  mit viel Emotion. „Unsere Solisten könnten verschiedener kaum sein, und genau das macht den Reiz aus“, findet Bärbel Petters. Reizvoll ist es auch, in der großen Gruppe zu musizieren. „Wir machen das mal am Horn fest. Da sitzt oft nur ein einsamer Hornist ganz verwaist vor seinem Notenständer und jetzt haben wir gleich sieben“, freut sich Bärbel Petters über die Gemeinschaft der Musiker, die auf diese Weise entsteht.

Info Karten gibt es im Vorverkauf am BZ-Ticketschalter, Kronenbergstraße 10 in Bietigheim.

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