Walheim / Uwe Deecke  Uhr

Bei der Walheimer Dorfranderholung am CVJM-Heim gibt es optimale Bedingungen für die Kinderfreizeit, die unter dem Motto „Sport, Spiel und Spaß“ steht. Aber es gibt auch Regeln: Nicht an den Hängen klettern, Nägel aufsammeln und nicht mit dem Roller oder Fahrrad kommen. Denn die Heimfahrt könnte gefährlich werden, es geht steil bergab nahe der „Schönsten Weinsicht“.

„Wir hatten nur einen Wespenstich“, zog Leiterin Julia Schauer am Freitag die Verletzungsbilanz nach zwei Wochen Dorfranderholung, die die Gemeinde für die Kinder anbietet. Von 14 bis 18 Uhr war Programm für Grundschüler und Vorschulkinder aus dem Kindergarten. 30 Kinder waren es in der ersten Woche, 15 in der zweiten, die die Pädagogikstudentin aus Neckarsulm zusammen mit Eltern und jugendlichen Helfern betreute. Immer nur eine Woche konnte gebucht werden, sonst wäre vermutlich auch die zweite Woche voll gewesen am CVJM-Heim der Kirchengemeinde, das nah am Sportplatz liegt.

Spiele mit Wasser

„Heute kommt die Feuerwehr und macht ein Hydroschild“, erklärte die Leiterin, sicher einer der Höhepunkte der Ferienwoche. Dann erstellen die Floriansjünger eine Wand aus Wasser, wie sie bei der Brandbekämpfung für Hauswände benutzt wird, und die Kinder dürfen sich daran austoben, bis das Wasser alle ist und neues gebracht wird. Zwischendurch gibt es Tee, Wasser, Obst und Fladenbrot, das die Eltern vorbereitet haben. Dazu kommen auch noch die Männer der betreuenden Mütter am Abschlusstag und grillen für die Kinder eine rote Wurst.

Am ersten Tag jeder Woche gab es ein Kennenlernspiel, am Parcourstag besuchte man die umliegenden Spielplätze, am Mittwoch regnete es und es gab einen Basteltag. „Die Kinder hatten viel Spaß und wollen alle wieder kommen“, unterstrich Julia Schauer. Viele der Kinder kennen sich aus der Walheimer Grundschule, auch Mutter Johanna Ruff hat sie besucht. Vor 32 Jahren sei sie zum ersten Mal als Achtjährige hier oben gewesen, so alt dürfte die Kinderfreizeit auf der Burg sein.

Am Donnerstag war auch Bürgermeisterin Tatjana Scheerle vorbei gekommen und hatte Eis für die Kinder mitgebracht. Das gezimmerte Häuschen auf der Wiese, das die Kinder gebastelt hatten, wurde verlost und darf vom Gewinner mit nach Haus genommen werden. Die selbst gemalte Dora-Fahne wurde verlost und fand einen Abnehmer. Gläser wurden bemalt und konnten am Freitag mit nach Hause genommen werden wie auch die schönen Erinnerungen an die Woche.

Mina aus der zweiten Grundschulklasse war schon letztes Jahr auf der Dora und auch dieses Jahr begeistert. „Lustig war, auf den Skiern zu laufen“, sagte sie zum Wettrennen, bei dem es über den Rasen ging. „Das Beste kommt erst noch“, meinte Vincent aus ihrer Klasse zum anstehenden Auftritt der Feuerwehr. Die war dann auch um halb vier da und brachte das ersehnte Wasser bei über 30 Grad im Schatten.