Lokalschau Die Liebe zum Züchten verbindet

Bei der Lokalschau in Walheim (von links): Preisrichter Thorsten Kellermann, Janita Greschner mit einem Hahn der Rasse Brahma und Klaus Bezner mit einem Kaninchen der Rasse Deilenaar.
Bei der Lokalschau in Walheim (von links): Preisrichter Thorsten Kellermann, Janita Greschner mit einem Hahn der Rasse Brahma und Klaus Bezner mit einem Kaninchen der Rasse Deilenaar. © Foto: Helmut Pangerl
Walheim / Uwe Deecke 05.11.2018

Von der Kirbe, die früher immer zeitgleich stattfand, ist nichts mehr übrig geblieben, die Lokalschau der Kleintierzüchter aber gibt es nach wie vor. Zu sehen waren am Wochenende alle bewerteten Tiere von Züchtern, die auch von außerhalb kamen.

So zum Beispiel ein großer Brahma-Hahn, der vom Preisrichter am Samstag als bestes Tier ausgezeichnet wurde und beeindruckend wirkt. „Größe, Masse und Stand“ sprechen auf dem Wertungszettel für ihn, die Schwingen „könnten durchgefärbter sein“. Trotzdem erhielt er 95 Punkte, die Bestwertung. „100 Punkte erreicht man nicht“, weiß Jürgen Reichert, zweiter Vorstand des Vereins.

Geflügel werde in Walheim nicht gezüchtet, sagte Reichert, der Züchter kam von außerhalb. Er ist über seine Tochter vor zehn Jahren zum Verein gekommen ist. Meist ist es andersherum: Die Mitglieder des Vereins sind mit Hasen oder Geflügel aufgewachsen und so in den Verein hinein gewachsen.

„Junge Leute haben heute so viele Verpflichtungen in den Vereinen und der Schule“, sagt er zum möglichen Nachwuchs im Verein, der trotzdem seine eigene Jugendabteilung hat. Der Bezug zur Natur sei halt nicht mehr so da, so der zweite Vorstand.

Fast alles was in Walheim ausgestellt wurde, konnte auch gekauft werden, so wie die grauen kleinen Kaninchen mit langem Fell. Die besten wurden freilich nicht hergegeben sondern zur eigenen Züchtung verwendet. So kann ein erfolgreicher Zuchthase auch schon mal vier bis fünf Jahre alt werden.

Die anderen landen dann eben auf dem Tisch als Hasenbraten, der im Vereinsheim am Sonntag neben Schnitzel und Hirschbraten auch angeboten wurde und seine Abnehmer fand. Dort war am Sonntag zur Mittagszeit fast alles belegt, rund 20 Mitarbeiter kümmerten sich um das Essen und den Ablauf.  

Auch Wachteln waren in diesem Jahr auf der Lokalschau vertreten. Die besten Tiere werden entweder mit einem Landes-Ehrenpreis oder als Sieger mit einem Pokal ausgezeichnet und von den jeweiligen Züchtern dann am Sonntagnachmittag wieder in die heimische Umgebung gebracht. Bis dahin kamen manche Kinder mit ihren Eltern vorbei, um  die Tiere aus der Nähe zu bewundern. An diesem Montag ist der letzte Tag der Lokalschau, das Vereinsheim hat von 16.30 Uhr bis 20 Uhr geöffnet.

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