Finanzen Dickes Plus bei den Einnahmen

Besigheim / Michael Soltys 30.08.2018

Finanziell steht Besigheim seit einigen Jahren wie viele andere Kommunen sehr gut da. Grund sind das Wachstum der Betriebe und die gute Einkommenssituation. „Dieser rote Faden zieht sich auch 2018 durch“, sagte Beigeordneter und Kämmerer Klaus Schrempf, der am Dienstag im Gemeinderat den Finanzzwischenbericht vorstellte. Fast alle Einnahmearten der Kommune entwickeln sich besser als erwartet, legte er dar.

Erwartungen übertroffen

Bestes Beispiel dafür, dass die Erwartungen übertroffen wurden, ist die Gewerbesteuer. Sie war im Haushalt mit 7,1 Millionen Euro veranschlagt. Schrempf rechnet zum Jahresende mit 8,3 Millionen Euro. Der Zuwachs an der Einkommenssteuer nimmt sich dagegen mit rund 200 000 Euro fast bescheiden aus. Er steigt von den erwarteten 8,6 Millionen auf 8,8 Millionen Euro. Um rund 450 000 Euro werden sich die Schlüsselzuweisungen des Landes verbessern. Sie betragen statt der prognostizierten 3,03 Millionen jetzt 3,48 Millionen Euro.

Einige Mehrausgaben muss der Kämmerer allerdings ebenfalls verzeichnen. Das betrifft die Personalkosten, die statt der erwarteten 9,8 Millionen mehr als 9,9 Millionen Euro betragen werden. Die Gewerbesteuerumlage steigt um rund 220 000 Euro. Und auch an den Zweckverband Industriegebiet Ottmarsheimer Höhe muss die Stadt rund 260 000 Euro mehr an Steuern auszahlen als geplant, insgesamt 1,56 Millionen Euro. Dafür sinken die Zahlungen an den Landkreis (Kreisumlage) um fast 250 000 auf 4,5 Millionen Euro.

Plus am Jahresende

Insgesamt sieht Schrempf keine Anzeichen, dass sich die Steuereinnahmen bis zum Jahresende negativ entwickeln könnten. Er geht davon aus, dass zum Jahresende 1,1 Millionen Euro Überschuss erwirtschaftet werden können, die im kommenden Jahr für Investitionen zur Verfügung stehen. Die Rücklage werde dann unverändert 1,8 Millionen Euro betragen.

Eigene Vermögenswerte in Form von Grundstücken besitzt die Stadt allerdings nicht mehr. Schrempf hofft, dass 2019 oder 2010 das umstrittene kleine Baugebiet Im Neckarblick verwirklicht werden kann, damit die Stadt ihre Grundstücke dort aktivieren kann.  Nach Jahren, in denen die Stadt auf die Aufnahme von Krediten im Kernhaushalt verzichtet hat, kündigte der Kämmerer am Dienstag an, dass künftig zur Deckung der Investitionsaufgaben auch wieder Kreditaufnahmen nötig sein werden.

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