Walheim Brücke über die Enz: Baubeginn in einem Jahr

Eine Gruppe Kinder überquert die Enzbrücke zwischen Besigheim und Walheim. Im Herbst 2019 soll mit dem Neubau begonnen werden. Eine Unterführung für Radfahrer wird es wohl nicht geben.
Eine Gruppe Kinder überquert die Enzbrücke zwischen Besigheim und Walheim. Im Herbst 2019 soll mit dem Neubau begonnen werden. Eine Unterführung für Radfahrer wird es wohl nicht geben. © Foto: Werner Kuhnle
Roland Willeke 29.08.2018

Am Rande der letzten Gemeinderatssitzung informierten Wilhelm Weiss, stellvertretender Bürgermeister, und Kämmerer Jürgen Bothner das Gremium über den aktuellen Stand bei der Planung der neuen Enzbrücke. Demnach hat am 19. Juli eine Vorortbesprechung zwischen dem Planungsbüro Leonhardt, Andrä und Partner und Vertretern des Regierungspräsidiums sowie der Anliegerkommunen Besigheim und Walheim stattgefunden, in der es um Fragen der Baustelleneinrichtung ging.

Bekanntlich liegen Besigheim und Walheim mit dem Regierungspräsidium (RP)  über Kreuz, weil sich das RP als Bauträger weigert, die von den Anliegerkommunen gewünschte Radwegunterführung unter der neuen Brücke zu bauen – aus Gründen des Naturschutzes. Gemeinderat Uwe Blattert reagierte denn auch mit beißender Ironie: „Hat das RP die Bauflächen dann auch so ausgewiesen, dass dieses wundervolle Biotop entlang der Enz nicht durch Baumaterial beeinträchtigt wird und damit die Eidechsen erschreckt werden?“

In der Tat berichtete Jürgen Bothner, das Ingenieurbüro habe unmissverständlich darauf hingewiesen, dass eine Rampe zur Enz hinunter gebaut werden müsse, um die schweren Baumaschinen in Stellung bringen zu können. Die Natur werde sich ihren Anteil am Ende der Baumaßnahmen wieder zurückholen müssen. „Das ist ja das Paradoxe“, ergänzte Wilhelm Weiss, „da bleibt kein Stein auf dem anderen.“ Das Projekt soll jetzt ab Herbst 2019 durchgezogen werden, bei einer voraussichtlichen Bauzeit von zwei Jahren.

Nur nachträglich möglich

Gespräche zwischen dem Besigheimer Bürgermeister Steffen Bühler und Steffen Bilger, dem hiesigen CDU-Bundestagsabgeordneten und Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, hätten nicht dazu geführt, dass die Radwegunterführung gebaut wird, berichtete Wilhelm Weiss. Es gebe lediglich die Option auf einen nachträglichen Bau der Unterführung. Die sofortige Realisierung werde jetzt mit der Begründung abgelehnt, dadurch verlängere sich die Planungszeit um weitere ein bis zwei Jahre.

Inzwischen hat der Besigheimer Thomas Pulli eine Online-Petition gestartet, um der Angelegenheit doch noch die gewünschte Wendung zu geben.

www.openpetition.de/!pmsfw.

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