Besigheim Besigheim: Wohnmobilstellplatz soll größer werden

Die Skateranlage nahe des Minigolfplatzes in Besigheim muss weichen. Hier sollen weitere Stellplätze für Wohnmobile angelegt werden.
Die Skateranlage nahe des Minigolfplatzes in Besigheim muss weichen. Hier sollen weitere Stellplätze für Wohnmobile angelegt werden. © Foto: Martin Kalb
Besigheim / MICHAEL SOLTYS 15.10.2015
Die Besucherzahlen sind so gut, dass der Wohnmobilstellplatz bei der Minigolfanlage in Besigheim erweitert werden soll. Dafür muss die Skateranlage an einen anderen Standort verlegt werden. Wohin, ist noch unklar.

Im Sommer ist es mittlerweile ein vertrautes Bild: Der Stellplatz für Wohnmobile direkt neben dem Minigolfplatz in Besigheim ist ausgebucht. Wenn alle neun Stellplätze belegt sind, muss Andreas Ammer, der als Betreiber für die Minigolf-Anlage auch den Stellplatz betreut, oft improvisieren. Alleine in der Saison 2014 zählte er 839 Übernachtungen. Die Zahlen sind stetig nach oben gegangen: 2007 wurden 386 Übernachtungen gezählt, 2008 waren es 469, und 2011 waren die Plätze bereits 577 Mal belegt.

Diese Zahlen legen eine Erweiterung des Wohnmobil-Stellplatzes nahe. Sie lagen auch den Mitgliedern des Umweltausschusses vor, der sich am Dienstag mit dem Thema befasste. Mit der Skateranlage befindet sich direkt neben dem Stellplatz eine geeignete Fläche für die Erweiterung. Dort könnten weitere fünf bis sechs Wohnmobile über Nacht parken. Die Fläche lässt sich leicht an das bestehende Gelände anbinden, argumentierte Stefan Maier, der Leiter des Tiefbauamtes, in der Sitzung. Sie muss eingeschottert werden, die Zufahrt muss ein Stück verlegt werden. Die Infrastruktur ist vorhanden, lediglich die Anlagen für die Abnahme des Stroms müssten ergänzt werden. Maier rechnet mit Kosten von 26.000 Euro, die in den Haushalt für 2016 eingestellt werden.

Einen Vorschlag für einen neuen Standort der Skateranlage brachte Maier ebenfalls in die Sitzung mit. Sie könnte beim Gymnasium in der Nähe der Hausmeisterwohnung errichtet werden. Dagegen jedoch regte sich wegen der möglichen Lärmbelästigung Widerspruch im Gremium. Ins Gespräch gebracht wurden zwei Standorte, die näher zum Gustav-Siegle-Stadion liegen, und ein Standort unter der Enzbrücke, wie er auch in den Plänen für den Enzpark angeregt wurde. Für die Verlegung rechnet Maier mit Kosten von rund 16.000 Euro. Eng im Zusammenhang mit der Ausweitung des Stellplatzes steht die Verlegung des benachbarten Linnbrünnelesweges, einem Projekt, das ebenfalls im Haushalt 2016 verankert werden soll und rund 25.000 Euro kosten wird. Hintergrund ist die Sorge, dass der Linnbrünnelesweg durch einen Hangrutsch ähnlich wie vor zwei Jahren unterhalb des Paul-Gerhard-Hauses gefährdet sein könnte. Ein Gutachter hat jedenfalls oberhalb des Weges Klüfte und Risse im Hang festgestellt. Eine Sanierung mit Felsankern und Spritzbeton, mit denen der Hang am Paul-Gerhard-Haus gesichert wurde, sei jedoch zu teuer, weshalb Maier sich für eine Verlegung des Weges zwischen den Bolzplatz und den Kunstrasenplatz aussprach.

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