Nicht ganz ein Jahr ist es her, dass die ersten Flüchtlinge in die Sammelunterkunft in Besigheim eingezogen sind. In vier eigens von der Stadt und vom Landkreis errichteten Wohnblocks haben mehr als 320 Menschen Platz. Einige Plätze sind zwar noch frei, aber viel fehlt nicht mehr, bis die Unterkunft voll belegt ist. Das geht aus dem Bericht hervor, den Sabine Keller, Hauptamtsleiterin von Besigheim, an diesem Dienstag, 21. Februar, dem Gemeinderat präsentiert.

82 Anschlussunterbringungen in Besigheim

Aktuell ist Besigheim mit der Anschlussunterbringung von 82 Menschen befasst, davon leben 62 Personen in der Flüchtlingsunterkunft, die übrigen leben in anderen Unterkünften der Stadt. Einer der vier  Wohnblöcke, die jeder Platz für 84 Flüchtlinge bieten, wurde auf Kosten der Stadt für die Anschlussunterbringung gebaut, also für diejenigen Flüchtlinge, die den Kommunen zugewiesen werden. Die anderen drei ließ der Landkreis auf seine Rechnung errichten. Sie werden für die Erstunterbringung der Flüchtlinge benötigt.

In diesen drei Wohnblocks leben laut Keller aktuell 184 Menschen, weitere 16 Personen leben in Besigheim in Wohnungen, die vom Landratsamt angemietet wurden. Unter dem Strich leben damit  282 Männer und Frauen mit einem Flüchtlingshintergrund in der Stadt. Sie kommen aus Syrien, Afghanistan, Pakistan, Gambia. Türkei, Indien, Kamerun, Eritrea, Tunesien, Irak, Liberia und Somalia. Keller rechnet anhand der aktuellen Flüchtlingszahlen damit, dass die Stadt in diesem Jahr 19 Flüchtlinge aufnehmen muss.

Großteil lebt bereits in Besigheim

Der größte Teil davon lebt allerdings bereits in Besigheim. Nach den Zahlen, die Keller vorliegen, kommen in diesem Jahr zwischen 1500 und 1800 Asylbewerber in den Landkreis. Sollte es in dem Wohnblock, der für die Stadt zur Verfügung steht, zu eng werden, könnten weitere Flüchtlinge auch in den anderen drei Blocks untergebracht werden. Die Hauptamtsleiterin rechnet damit, dass Angehörige von Flüchtlingen, die bereits hier leben, nachkommen. Denn aktuell sind relativ viele alleinstehende Männer unter den Flüchtlingen.

 Mittlerweile dient das Flüchtlingsheim als Anlaufstelle, an die sich die Flüchtlinge in der Anschlussunterbringung wenden können. Hier hat eine zusätzliche Sozialarbeiterin ihren Sitz, die auch für die Flüchtlinge aus Kirchheim, Walheim, Gemmrigheim, Hessigheim, Erligheim und Löchgau zuständig ist.

Info


Der Bericht von Hauptamtsleiterin Sabine Keller ist der zentrale Punkt der Tagesordnung des Gemeinderats. Er tagt an diesem Dienstag, 21. Februar, 19 Uhr, im Besigheimer Rathaus. Nach einer Bürgerfragestunde geht es um den Umbau des früheren Gasthauses Krone.