Wie sieht die Nahrungsmittelversorgung der Zukunft aus? Wie kann durch das Tanzen in der Disko Strom erzeugt werden? Welchen Einfluss mathematische, naturwissenschaftliche und technische Berufe auf das Leben heute und in der Zukunft haben, das wurde den Schülerinnen der Maximilian-Lutz-Realschule in Besigheim am Mittwoch in einem interaktiven Vortrag des Programms „Coaching4Future“ anschaulich erläutert.

Praxisbezogene Berufsbilder

Mit „Coaching4Future“ setzt sich die Baden-Württemberg-Stiftung gemeinsam mit dem Arbeitgeberverband Südwestmetall und in Kooperation mit der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit für qualifizierten Fachkräfte-Nachwuchs in den Mint-Disziplinen ein.

Auf Einladung von BBQ, einem Unternehmen des Bildungswerks der Baden-Württembergischen Wirtschaft, im Rahmen der „Girls Day Akademie“, präsentierten die sogenannten Coaches Ann-Kathrin Elger aus dem Fachbereich Chemie und Daniel Gugel, Umweltschutztechniker, praxisbezogen Berufsbilder und Studiums- und Ausbildungsmöglichkeiten im sogenannten Mint-Bereich. Eine Auswahl an Exponaten zum Anfassen und Ausprobieren, wie etwa Textilien mit technologischen oder mechanischen Fähigkeiten, Mikrochips in Alltagsprodukten oder Augmented- und Virtual Reality im Praxisbezug sorgten für sichtliches Interesse bei den Jugendlichen.

Die Schülerinnen durften sich dabei aus einer Reihe von Themenfeldern für drei Interessensgebiete entscheiden. In den gewählten Themen „Wohnen“, „Menschen helfen“, und „Die Welt retten“ wurden anschließend Technologien und Zukunftsvisionen mit Praxisbezug erläutert. So wurden Probleme der Zukunft, wie etwa Stromerzeugung, Plastikmüll oder die Versorgung der Menschen gemeinsam erarbeitet und Lösungsansätze erklärt.

Die Coaches stellten Projekte vor, die sich dieser Probleme annehmen, wie etwa das Projekt „Ocean Cleanup“, welches sich als Ziel gesetzt hat, die Unmengen an Plastik aus den Ozeanen zu fischen, oder die mehrstöckige Reisfarm „Highrice“.

Anhand solcher Zukunftsvisionen wurde den Schülerinnen erläutert, in welcher Form verschiedene Berufsgruppen, wie zum Beispiel Bauingenieure oder Agrarwissenschaftler, an der Umsetzung der Projekte beteiligt sind.

Auch im medizinischen Bereich erklärten die Coaches Aufgabenfelder, die bestimmte Mint-Berufe, wie Mechatroniker oder Chirurgiemechaniker ausüben und somit die Zukunft gestalten können. Ein Beispiel für solche Aufgabenfelder war die Herstellung und Weiterentwicklung von Prothesen.

Ziel des Projekts sei es, den Jugendlichen einen Einblick in die Zukunft zu verschaffen und aufzuzeigen, dass die oft unbeliebten Mint-Fächer nicht nutzlos seien, sondern wirklich etwas bewegen können, so Daniel Gugel. Die Schülerinnen zeigten sich in erster Linie von der Variabilität der technisch-naturwissenschaftlichen Berufe und Tätigkeitsfelder beeindruckt. „Coaching4Future“ bietet auf ihrer Website weitere Informationen zu den Tätigkeitsfeldern von Mint-Berufen sowie einen Interessenstest für potenziell Interessierte an.

www.coaching4future.de