Kandidatenvorstellung Alles geregelt für Bürgermeisterwahl

Mundelsheim / Roland Willeke 08.09.2018

Bis jetzt haben sich vier Kandidaten – Ulrich Raisch aus Stuttgart, Dirk Breisig aus Mundelsheim, Lucas Barg aus Hessigheim und Boris Seitz aus Mundelsheim -– für das Amt des Bürgermeisters beworben. Sie wollen am 14. Oktober zum Nachfolger von Bürgermeister Holger Haist gewählt werden, der nach 16 Dienstjahren nicht wieder zur Wahl antritt.

Bis zum 17. September um 18 Uhr haben noch weitere Bewerber die Möglichkeit, ihren Hut in den Ring zu werfen. Dann endet die Bewerbungsfrist. Unmittelbar danach wird um 18.30 Uhr der Gemeindewahlausschuss, bestehend aus Bürgermeister Holger Haist, Hauptamtsleiter Sascha Tyler und den Gemeinderäten Regine Zimmermann und Dr. Michael Wolf, in öffentlicher Sitzung die Ordnungsmäßigkeit der eingegangenen Bewerbungen feststellen.

Vorstellung am 27. September

Für die öffentliche Kandidatenvorstellung am 27. September um 19 Uhr in der Käsberghalle stellte der Gemeinderat jetzt einige Regeln auf. Zwar gibt es für Bewerbervorstellungen keine Formvorschriften, so Bürgermeister Holger Haist, aber dennoch bedarf es eines Regelwerks, das die Gemeinderäte für ihre Kommune selbst festlegen

Demnach wird bei der Kandidatenvorstellung jedem Bewerber eine Redezeit von 15 Minuten eingeräumt. „Kein Bewerber darf die Rede eines anderen Kandidaten hören“, erläuterte Bürgermeister Haist. In Mundelsheim wird diese Regel offenbar besonders ernst genommen, weshalb sich die Bewerber, solange die Kandidatenreden gehalten werden, unter Aufsicht im benachbarten Kindergarten Dammweg aufhalten müssen.

Fragen der Bürger

Die Wahlberechtigten bekommen die Gelegenheit, Fragen an die Bewerber zu stellen. Ob das am Ende einer jeden Rede der Fall sein wird oder en bloc, wenn alle Reden gehalten sind, soll der Gemeindewahlausschuss in seiner Sitzung beschließen. Entscheidend wird sein, wie viele Bewerber sich zur Wahl stellen. Man will die Kandidatenvorstellung nicht unnötig in die Länge ziehen.

Die Reden müssen ohne Hilfsmittel, wie Power Point, Film, Bilder oder Tonaufnahmen, gehalten werden. Sie sollen, so der Wunsch des Gemeinderats, sachlich sein und dürfen keine allgemeinpolitischen Äußerungen oder gar Beleidigungen enthalten. Aktionen und Werbemaßnahmen, wie Plakate oder die Verteilung von Prospekten, sind im Saal nicht erlaubt. Dieses Verbot gilt nicht im Foyer oder außerhalb der Halle.

Der Gemeindewahlausschuss wurde vom Gemeinderat beauftragt, gegebenenfalls weitere Regeln zu bestimmen oder dies dem Leiter der Versammlung, Bürgermeister Holger Haist, zu überlassen.

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