Die großen Maßnahmen, die die Stadt Besigheim im Zuge des Energieeinsparcontractings im Jahr 2013 vollzogen hat, standen jetzt im Mittelpunkt einer Besichtigungstour des Agenda-Arbeitskreises "Mobilität, Energie, Klima" . Mitarbeiter der Firma Cofely, Auftragnehmer des Energieeinsparcontractings, führten die Gruppe und bestätigten, dass alle Maßnahmen in Rekordzeit in bestem Einvernehmen mit der Stadtverwaltung realisiert werden konnten.

Ein Schmuckstück sei die Grundlast-Pelletheizung in der Nahwärmezentrale Friedrich-Schelling-Schule geworden. Sehr eindrucksvoll wurde der Kessel im Betrieb demonstriert und erklärt. Im Rathaus und in der Kelter wurden zwei neue von inzwischen vier Besigheimer Blockheizkraftwerken in öffentlichen Gebäuden installiert. Flüsterleise läuft der Gasmotor, der einen Generator antreibt und dabei die Wärmegrundlast und einen erheblichen Teil des Strombedarfs der Festhalle produziert.

Die bislang durchgeführten Maßnahmen führen dieses Jahr zu Einsparungen von rund 133.000 Euro oder zu einer CO2-Einsparung entsprechend 2,6 Millionen PKW-Kilometern, stellte die Lokale Agenda fest. Auf der Grundlage dieses Erfolgs wurde die Frage aufgeworfen, warum es für den Schulkomplex auf dem Kies und für das Freibad immer noch kein Kraft-Wärme-Kopplungsprojekt auf Contractingbasis gebe, wo doch der Arbeitskreis schon vor Jahren die Machbarkeit eines mobilen Blockheizkraftwerkes vorgestellt hatte. Dieses Konzept läuft in Bönnigheim inzwischen im dritten Jahr mit großem Erfolg.

Der Rückbau des GKN Neckarwestheim und die Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat waren danach die Themen beim Monatstreffen des Agenda-Arbeitskreises. Mitglieder des Arbeitskreises befürchten, dass Betreiber EnBW in Neckarwestheim einen regelrechten Recycling-Betrieb für alle EnBW-Atomkraftwerke plant. Dies sei eine kolossale Zumutung für die Bevölkerung der Nachbargemeinden.

Für enttäuschend hält Agenda-Sprecher Heinrich Blasenbrei-Wurtz die Behandlung der Jahresaktivitäten der Lokale-Agenda-Gruppen in einer Sitzung des Gemeinderats. Nur Berichte schriftlich abzugeben, ohne echten Dialog mit dem Gemeinderat, sei blutleer und werde dem ehrenamtlichen Einsatz nicht gerecht, betonte er.