Abstimmung Abwesenheit: Patt im Gemeinderat

Walheim / Roland Willeke 27.06.2017

„Glück gehabt“, kann man da nur sagen, oder - je nach Standpunkt - „peinlich, peinlich“. Monatelang hatte sich eine Bauherrengemeinschaft dafür verkämpft, ein bestehendes Gebäude in der Hauptstraße 18 abreißen und durch ein Fünf-Familienhaus ersetzen zu können.

Fassade mit drei Garagen

Die Gemeindeverwaltung wollte dazu partout ihr Einvernehmen nicht erteilen, weil die Pläne vorsahen, auf der zur Hauptstraße weisenden Gebäudeseite im Erdgeschoss drei Garagen einzubauen. Dass das Erdgeschoss praktisch nur aus einer Aneinanderreihung dreier Garagentore bestehen sollte, rief auch den Gestaltungsbeirat der Gemeinde auf den Plan, der eine andere Lösung forderte. Die Bauherrschaft blieb bei ihren Vorstellungen, worin die Gemeinde aber „keine städtebaulich akzeptable Lösung“ sah.

Gremium uneinig

Am letzten Donnerstag ging das Baugesuch abermals vor den Gemeinderat, wo sich die Verwaltung mit ihrem Antrag, das Einvernehmen zu dem Projekt zu versagen, indes nicht durchsetzen konnte. Weil einige Gemeinderäte in der Sitzung fehlten, kam es zu einer Patt-Situation. Drei Gemeinderäte befürworteten den Antrag der Verwaltung auf Ablehnung, drei Räte votierten dagegen und drei Gemeinderäte enthielten sich. Damit herrschte Stimmengleichheit, was einer Ablehnung des Antrags der Verwaltung gleichkam. Die Bauherrengemeinschaft kann ihre Pläne weiterverfolgen.