Atomkraft „Wir werden nicht tatenlos zusehen“

Neckarwestheim / bz 25.01.2017

Mit dem drohenden Transport von 342 Brennelementen in 15 Castor-Behältern über den Neckar von Obrigheim nach Neckarwestheim wollen sich die Atomkraftgegner nicht abfinden. Als Protestaktion und zur Information über die Gefahren des Transports, der noch nicht genehmigt ist, sind sie auf die Idee einer „Infowelle“ gekommen. Sie hat an diesem Samstag in Kirchheim begonnen und wurde über Nordheim, Lauffen und Talheim fortgesetzt. In den kommenden Wochen sollen die Bewohner von Ortschaften weiter flussabwärts informiert werden, teilt Herbert Würth mit, einer der Organisatoren.

Das Verschieben von Atommüll von A nach B sei nur eine „Scheinlösung“ der Entsorgung, argumentieren die Atomkraftgegner. Die  Atomkraft hinterlasse ein „dramatisches Erbe“.  Es sei unverantwortlich, noch mehr Atommüll nach Neckarwestheim zu bringen und dabei den riskanten Schiffstransport in Kauf zu nehmen. Mit der „Infowelle“ geht es den Atomkraftgegnern darum, die Menschen in der Region von „den Risiken und der Sinnlosigkeit“ der Transporte in Kenntnis zu setzen. Sie ziehen deshalb mit einem Castor-Modell von Ort zu Ort.  Sollten die Castor-Schiffe dennoch fahren, „dann werden wir nicht tatenlos zuschauen“, kündigen sie  an. bz

Info An diesem Sonntag, 29. Januar,  wird die „Infowelle“ mit Veranstaltungen  in Heilbronn und Bad Wimpfen fortgesetzt.

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