Besigheim „Knallerkids“ gegen „Legendäre 5“

Die Teilnehmer des Völkerballturniers der drei Schulen in der Besigheimer Neckarhalle.
Die Teilnehmer des Völkerballturniers der drei Schulen in der Besigheimer Neckarhalle. © Foto: Martin Kalb
Von Susanne Yvette Walter 25.01.2018

In der Neckarhalle in Besigheim, nahe bei den weiterführenden Schulen, wimmelte es am Mittwoch nur so von Fünftklässlern, und alle hatten nur eines im Sinn: Völkerball. Damit die Schüler aller drei Besigheimer Schulen künftig mehr miteinander zu tun haben, streben die Schulen eine Kooperation an. Als Pilotprojekt faszinierte das gemeinsame Völkerballturnier am Mittwochmorgen rund 220 Schüler vom Christoph-­Schrempf-Gymnasium, der Maximilian-Lutz-Realschule und der Friedrich-Schelling-Schule.

Für die Premiere hatten sich die Teams klangvolle Namen einfallen lassen. „Fireballs“, „Die Knallerkids“ oder „Headbreakers“ nennen sie sich. „Das schweißt zusammen. Die Klassen treten auch als Klassen gegeneinander an“, erklärte Sabine Allmendinger, die zusammen mit den Lehrerkolleginnen der anderen beiden Schulen, Bärbel Müller und Carina Bühler, das Turnier leitete.

Da traten „Die wilden Kaninchen“ gegen die „Killers“ an und „Die legendären 5“ gegen „Wir 23 kleine, aber feine Schlümpfe“. Allein die Namen verraten, wie sehr sich die Schüler auf ihr erstes gemeinsames Völkerballturnier gefreut haben.

„Das ist cool und macht Riesenspaß, weil ich mal wieder alte Freunde aus der Grundschule sehe“, sagte Frederik Neubauer vom Gymnasium. „Ich finde es toll, dass wir als Klasse ein Team sind. Außerdem ist Völkerball ein super Sport“, erklärte Mads Gräbitz von der Gemeinschaftsschule. „Ich finde das witzig, so richtig mit Pokal, der dann weiterwandert“, sagte Navina Veigel aus Hessigheim, die die Realschule in Besigheim besucht.

Zu gewinnen gab es einen schönen großen silbernen Wanderpokal, den der Förderverein des Gymnasiums gespendet hatte. Auch die Fördervereine der anderen beiden weiterführenden Schulen engagierten sich bei den Preisen. Die Schulleiter aller drei Schulen übernahmen die Begrüßung am Morgen. Vieles deutet darauf hin, dass die erste noch lange nicht die letzte schulenverbindende Aktion in Besigheim war.  „Nur die Lautstärke, die stört ein bisschen“, kommentierte Ferdinand Manhart von der Realschule das Gekreische in der Halle.

Einstieg in Kooperation

„Als Einstieg in eine Kooperation, da bot sich eine Sportveranstaltung einfach an. Schließlich nutzen wir ja auch die Turnhalle gemeinsam“, machte Lehrerin Sabine Allmendinger deutlich. Die Schulleiter spielen schon jetzt mit dem Gedanken, etwas Ähnliches für die Mittelstufe aufzuziehen am Ende des Schuljahres. „Aber nicht Völkerball. Dafür sind die schon zu groß“, weiß Sabine Allmendinger aus Erfahrung.

Natürlich startete das Turnier, das die Fünftklässler einander näher bringt, mit einem gemeinsamen Warm up: Alle 220 Kinder machten Power-Aerobic zu Musik. Dann ging es in die Vorrunde, und die Schulen hatten bereits erste Möglichkeiten, sich zu qualifizieren. Am Ende nach mehreren Turnierstunden trug die 5b des Christoph-Schrempf-Gymnasiums den Sieg davon, gefolgt von der 5c ebenfalls vom Gymnasium. Es war ein knappes Ergebnis: ein sieben zu sechs.

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