Gemmrigheim „Ich sehe nicht, dass es irgendwo hakt“

Gemeinderat Sven Herold verpflichtete den neuen Bürgermeister Jörg Frauhammer im Beisein vom Landrat. (v. links)
Gemeinderat Sven Herold verpflichtete den neuen Bürgermeister Jörg Frauhammer im Beisein vom Landrat. (v. links) © Foto: Martin Kalb
Michael Soltys 12.07.2018

Seit dem 1. Juli nimmt Jörg Frauhammer seine Aufgaben als frisch gewählter Bürgermeister in Gemmrigheim wahr, an diesem Mittwoch wurde er von Gemeinderat Sven Herold, dem zweiten stellvertretenden Bürgermeister, auf sein Amt verpflichtet. Dem Diplom-Ingenieur ohne jegliche Verwaltungserfahrung dürften die ersten Schritte in der Führung schwerfallen, sollte man meinen. Doch danach von der BZ befragt, verneint er genau das: „Ich sehe nicht, dass es irgendwo hakt“, sagte er.

Denn so ganz ohne Erfahrung im Umgang mit der Rathausmannschaft ist er denn doch nicht. Einige Gesichter waren ihm bereits bekannt, mittlerweile kenne er auch sämtliche Namen der Mitarbeiter auf dem Rathaus. Als SPD-Gemeinderat war Frauhammer schließlich ehrenamtlicher Stellvertreter seiner Vorgängerin Monika Chef. „Von daher kenne ich schon vieles“, betont er. Genau das sprach auch Landrat Rainer Haas an, als er Frauhammer am Mittwoch einen „Quereinsteiger der besonderen Art“ nannte.

Doch das Rathaus und die Gemeinde hauptamtlich zu führen, das ist dann doch etwas anderes. Die erste Akte, die er zu Monatsbeginn in die Hand nahm, war der Haushalt des Jahres 2018, der erst in der Gemeinderatssitzung am Montag, 16. Juli, verabschiedet werden soll. Die ersten Geburtstagsbesuche als Bürgermeister hat er ebenfalls bereits absolviert, mit dem Gemeinderat ist er in Klausurtagung gegangen, um zu besprechen, wie es weitergeht. Mit mehreren gesellschaftlichen Gruppen habe er Kontakt aufgenommen. Und auch die erste Sitzung des Sozialausschusses liegt bereits hinter ihm.

Es sei also bereits das „volle Programm“, das über seinen Schreibtisch gehe, sagt Frauhammer. Da ist zum Beispiel die Kinderbetreuung. „Wir wollen relativ schnell etwas bewegen“, sagt er. Selbst die Option auf einen Neubau werde geprüft. Mit der Schulleitung habe er bereits intensive Gespräche geführt, unter anderem wegen einer möglichen Sanierung des Schulgebäudes. Die Bürgersprechstunde wurde wieder eingeführt, „und es kommen auch Leute“, sagt er.

„Das normale Geschäft“

Frauhammers Devise bei dieser Arbeit: „Die Bürger sollen zunächst einmal keine Zäsur bemerken.“ Und wenn doch, „dann nur das, was besser geworden ist.“ Ein großer Teil der Arbeit in diesen ersten Tagen bestehe für ihn darin, die „Historie im Ablauf einzelner Themen“ kennenzulernen, um tiefer in die Materie einzusteigen, sie zu beurteilen und weiterzuführen. „Das ist das normale Geschäft“, sagt er. Natürlich müsse er sich noch stärker in das Verwaltungsrecht einarbeiten, beispielsweise, was den Haushalt der Gemeinde angeht. Die Weiterbildung in diesen Dingen ist für ihn eine wichtige Aufgabe. „Die ersten Seminare sind bereits gebucht“, sagt er.

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