Sommer-Open-Air 900 Besucher beim VR-Bank-Forum

bz 14.08.2018

Einmal im Jahr lädt die VR-Bank Neckar-Enz ihre jungen Mitglieder und Kunden zu einer Veranstaltung ein. Diesmal wurde das VR-Bank-Forum erstmals als Open-Air ausgerichtet, auch um die hohe Nachfrage besser bedienen zu können. „Da wir aufgrund des begrenzten Platzangebots der Hallen in der Vergangenheit bei weitem nicht alle Anmeldungen berücksichtigen konnten, haben wir uns dieses Jahr dafür entschieden, nach draußen zu gehen“, so Vorstand Heiko Herbst.

Der Besigheimer Kelterplatz bot rund 900 Gästen Platz und war bei bestem Wetter restlos gefüllt. Der Hauptprogrammpunkt des Abends war Faisal Kawusi. Der junge Comedian gilt als Senkrechtstarter der Szene. Auf seiner aktuellen Tournee füllt er Hallen und verfügt über eine eigene TV-Sendung.

Vom digitalen Sparschwein

Bevor jedoch Kawusi die Bühne eroberte, informierte die VR-Bank über die neusten Trends im digitalen Banking. Mit der landesweit ersten voll digitalen Servicefiliale „VR-SISy“ habe man da schon erste Zeichen gesetzt und man wolle nun mit einem weiteren System namens „VR-MAja“ nachlegen, das vor wenigen Wochen an den Start gegangen sei. „Mit der hochauflösenden Videoübertragung der ,VR-MAja’ können wir unsere Spezialisten quasi per Knopfdruck in alle unsere Filialen bringen“, erklärt Vorstand Timm Häberle. So sei es mit „VR-MAja“ möglich, während eines Beratungsgespräches spontan je nach Bedarf beispielsweise einen Baufinanzierungsspezialisten oder Firmenkundenbetreuer hinzuzuziehen.

Anschließend übernahm Faisal Kawusi das Ruder. Dankbar nahm er gleich zu Anfang gekonnt einige der zuvor vorgestellten digitalen Trends auf die Schippe. Am meisten hatte es ihm „MyPiggy“ angetan, ein digitales Sparschwein, das sich noch in der Testphase befindet. „Wie alt war der Typ, der gedacht hat, der Name sei cool?“, legte er los, um dann anschließend die Sitzung zu parodieren, bei der die fiktiven Marketingmitarbeiter Manne und Roland auf den Namen gekommen sein müssen.

Kawusi machte nicht den Eindruck, sein Programm einfach abspulen zu wollen. Frisch aus dem Urlaub zurück wirkte er spontan und improvisationsfreudig.

Der junge Comedian mit afghanischen Wurzeln machte vor nichts und niemandem Halt. Weil Kawusi aber auch immer sich selbst aufs Korn nimmt („Das ist mein Bauch, kein Bombengürtel“) funktioniert der Spagat zwischen guter Stand-Up-Comedy und allerlei Migrantenklischees. Der junge Hesse provoziert gern. Einem Zuschauer mit türkischen Wurzeln gratulierte er zu seiner deutschen Partnerin auf seine ganz eigene Art: „Glückwunsch, Bruder. Deutscher Pass. Läuft bei dir!“

Was wohl die wenigsten wussten ist, dass der Komiker zunächst eine ganz solide Ausbildung absolviert hatte, und zwar – passend zum Gastgeber – als Bankkaufmann. Dies griff der Comedian gerne auf und zeigte mit einigen Anekdoten aus jener Zeit, dass es selbst in einer Bank lustig zugehen kann, etwa als er den Vorstandsvorsitzenden seines damaligen Ausbildungsbetriebs einmal versehentlich am Telefon anpflaumte, weil dieser ihn in der Mittagspause gestört habe.

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