Musikschule 100 Jahre Schlagzeug auf einen Blick

Besigheim / bz 08.12.2017

Einen interessanten Einblick in die Geschichte des Schlagzeugs gewannen jetzt 15 Schlagzeugschüler der Besigheimer Musikschule, die gemeinsam mit ihrem Lehrer Daniel Eisenhardt in das Schlagzeugmuseum nach Ludwigsburg fuhren. Dort sind Schätze aus über 100 Jahren Musikgeschichte versammelt, erläutert Musikschullehrer Roland Haug. Betrieben wird es von Marcel Vogelmann, der die Besigheimer in seinem Laden im Erdgeschoss begrüßte, in dem auch die Konzerte des „Beat Klub“ stattfinden.  Hier finden sich bereits allerlei Kuriositäten wie ein beleuchtetes Schlagzeug oder ein Tisch aus einer umgebauten Trommel.

Danach ging es mit Vogelmann in das eigentliche Museum. Bis an die Decke ist der große Raum mit Instrumenten, Schriftstücken, Schlägel, Andenken, goldenen Schallplatten, Autogrammen und vielem mehr gefüllt. Da konnten schon allerlei spannende Entdeckungen gemacht werden: seltsam geformte Trommeln, antike Jazz-Besen oder frühe elektronische Instrumente. Kundige ältere Schüler erkannten berühmte Musiker, die Fotos oder Autogramme dagelassen hatten, gilt doch das Museum als Anlaufstelle für bekannte Schlagzeuger aus der ganzen Welt.

Vieles ausprobiert

Zum Schmunzeln regte eine Bravo-Ausgabe aus dem Jahr 1964 an, die eine Bastelanleitung für eine „Beatles“-Perücke enthielt. Danach führte Vogelmann die Gruppe durch die thematisch sortierten Bereiche des Museums. Seine launigen Erklärungen waren immer wieder angereichert mit Anekdoten. Die jungen Schlagzeuger durften viel selbst ausprobieren, alte Fußpedale und Gongs wurden ebenso angespielt wie ein Original-Schlagzeug der Rockgruppe „The Scorpions“.

Letztendlich habe Sparsamkeit zur Entwicklung des Instrumentes geführt, sagte Vogelmann. Der deutsche Einwanderer William F. Ludwig wurde von seinem Dirigenten gebeten, eine Möglichkeit zu finden, die vielen Schlaginstrumente mit weniger Musikern bedienen zu können. So entwickelte Ludwig um 1900 das Fußpedal, dessen Funktionsweise sich seitdem nicht grundlegend geändert hat.

Nach der Führung stöberten die Schüler noch im Laden herum. Inspiriert von den eben gewonnenen Eindrücken wurden spezielle Schlägel und ähnliche Kleinigkeiten erworben. Ein tolles Erlebnis, befanden die teilnehmenden Schüler und Eltern gleichermaßen, und Daniel Eisenhardt stellte fest: „Ich bin froh, dass es endlich geklappt hat, denn solche Erlebnisse sind für die musikalische bz