Viele erinnern sich noch an den Unfall im Dezember 2019, kurz vor Weihnachten, als ein Lkw mit hochgeklappter Ladefläche gegen die Brücke über die Gleise am Biberacher Bahnhof gekracht war. Die Folgen sind bis heute spürbar: Die so genannte „Grüne Bruck“, ein denkmalgeschütztes historisches Bauwerk aus dem Jahre 1909, bleibt vorerst gesperrt.

Wie die Stadt Biberach mitteilt, wurde der Stahlsteg über die Bahngleise bei dem Unfall kurz vor Weihnachten beschädigt und verformt. Vergangene Woche wurde die Brücke von Fachleuten überprüft und verschiedene Unfallschäden erfasst, wie es in der Mitteilung heißt. Die Prüfung habe ergeben, dass die Brücke ohne Verkehrsbelastung standsicher sei. Daher könne die Hilfsstütze wieder abgebaut werden.

Weitere Prüfungen an Brücke nötig

Auf Grund der speziellen, genieteten Brückenkonstruktion konnten jedoch noch nicht alle Bereiche von den Experten geprüft werden. Deswegen sind weitere Untersuchungen des rund 110 Jahre alten Bauwerks nötig. Dabei könnten möglicherweise nicht sichtbare Schäden oder Risse entdeckt werden.

Sperrung in Biberach dauert noch mehrere Monate

Erst wenn die weiteren Überprüfungen der Brücke abgeschlossen sind, können Ausmaß und Höhe des Schadens ermittelt werden. Dann könne auch die Reparatur und Sanierung des Bauwerks in Angriff genommen werden. Das werde einige Monate dauern Bis dahin muss die Brücke für Fußgänger weiter gesperrt bleiben, was – so die Stadt – wohl noch einige Monate dauern werde.

Die Brücke ist als Stahlfachwerk, ähnlich wie der Pariser Eiffelturm, gebaut. die Bauteile sind durch Nieten miteinender verbunden. Die „Grüne Bruck“ ist ein Industriedenkmal, es gibt nur noch wenige Brücken dieser Art.